Unter dem Keller des Fos-Bos Straubing befindet sich ein ehemaliger Luftschutzbunker, vormals Brauereikeller zu Lagerung von Eis. Die gewölbeartigen Räume wurden anlässlich der Gedenkfeiern zum 60. Jahrestag der Bombenangriffe auf Straubing wieder in einen begehbaren Zustand versetzt. Seit dem nutzen wir die eigenwillige Untergrundarchitektur für plastisch-räumliche Projekte und Ausstellungen.
Im Rahmen der Monatsarbeit "Die Wand lang am Boden bleiben" galt es eine Wand- und/oder Bodenplastik für einen Ort in diesem Bunker zu erstellen. Das generelle Gestaltungsprinzip sollte die Addition gefundener Gegenstände sein, die für eine gänzlich anderen Zweck vorgesehen waren.
Zur Einführung wurden Körper- Raumerfahrungen in Gruppenarbeit erprobt um die formalen Qualitäten des Bunkergewölbes bewusst zu machen.
In Zeichnungen und Modellen entwickelten die SchülereInnen konkrete plastische Ideen. Sensibilisierende materialuntersuchende praktische Übungen sowie kleinere Exkurse zu künstlerischen Konzepten der Popart, der Spurensicherung u.a. halfen formale Kriterien für den eigenen Ansatz zu finden und methodisch anzuwenden.
Dem zweitägigem gemeinschaftlichen Aufbau folgte eine abschliessende Präsentation. Die Arbeit wurde als eine sehr anregende Herausforderung empfunden. Die Arbeit und der Aufbau im Bunker wurden als ansteckende und die Klassengemeinschaft fördernde Zeit erlebt.