Panorama 2010/2011


Forschen an der Universität
Beruflicher TUM-Schulcluster zu Gast an der TU in Garching
Im Juli dieses Jahres wurde der berufliche TUM-Schulcluster ins Leben gerufen. Vier lokale Unternehmen, der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft, das Wissenschaftszentrum Straubing, die TU München, die Berufsschulen I, II und III, die Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Fach- und Berufsoberschulen in Ostbayern sowie die FOS-BOS Straubing schlossen sich zusammen, um eine konkrete Zusammenarbeit auszuloten. An der TU München am Standort Garching wurden nun die ersten Möglichkeiten einer Kooperation ausgelotet.
Dr. Andreas Kratzer von der TUM School of Education hatte dafür in Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Christian Clemens sowie der Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Fachoberschulen und Berufsoberschulen in Ostbayern eine Zusammenschau der Fakultäten organisiert, welche die Schüler aktiv an universitäre Forschung heranführen können:
Der Lehrstuhl für Chemie beispielsweise bietet Schülern die Möglichkeit, künstliche Opale herzustellen und dabei das Entstehen der verschiedenen Farbgebungen nachzuvollziehen oder auch alternative Experimente mit Aminosäuren zu machen. Daneben sind physikalische Versuche zu Themen wie zum Beispiel Radioaktivität oder Oszillograph möglich.
Auch der Lehrstuhl für Ergonomie bietet Raum für Schüleraktivitäten, ebenso wie "ix-quadrat", eine Ausstellung des Zentrums für Mathematik, in der die Schüler Mathematik etwa in Form von platonischen Körpern im wahrsten Sinne des Wortes begreifen können.
Zusätzlich zu der Vielfalt an Möglichkeiten, die SchülerInnen für die Forschung zu begeistern und dadurch auch ihre Motivation im Unterricht zu fördern, bietet die TU München in ihrem Ausbildungszentrum derzeit etwa 180 Ausbildungsplätze in 16 verschiedenen Berufen an. Neben schülerfokussierenden Angeboten ist die Aus- und Weiterbildung von Lehrern ein weiterer Meilenstein des Schulclusters. Auch hier bieten sich vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen der TU München und den am Cluster beteiligten Schulen an.
Als Resümee bleibt festzuhalten: Der berufliche TUM-Schulcluster Straubing bietet Schülern wie auch Lehrern eine Vielzahl von Möglichkeiten der persönlichen Weiterentwicklung. Für die TUM eröffnet sich wiederum die Chance, Nachwuchskräfte zu rekrutieren. Der TUM-Schulcluster stellt damit eine win-win-Situation im besten Sinne dar.
Textquelle: Straubinger Tagblatt vom 10.12.2010
Erstellt am 17.12.2010 von StR Kiefl
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