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Am Freitag, den 27. März 2009 lud die Firma Gluth Systemtechnik am Steinweg in Straubing zu der Informationsveranstaltung „Technische Berufe in der Praxis und im Beruf“ Abiturenten ein, die ein technisches Studium mit Schwerpunkt Elektrotechnik und Maschinenwesen anstreben. Die FOS/BOS Straubing folgte dieser Einladung und besuchte mit interessierten Schülern der Klassen 12aT, 12bT sowie B12T der Ausbildungsrichtung Technik zusammen mit deren Klassenleitern StR Kiefl und StRin Schrelle die Firma Gluth am Steinweg in Straubing. Anwesend war neben der Geschäftsleitung der Firma Gluth der Präsident der Fachhochschule Landshut Prof. Dr. Erwin Blum, drei Studentenvertreter unterschiedlicher Fachbereiche sowie weitere Schüler von Gymnasien aus dem Straubinger Umland.

 

Dieter Gluth, Seniorchef bei der Firma, begründete die Veranstaltung mit dem zunehmenden Bedarf an Ingenieuren und der Zielsetzung Perspektiven, Chancen und die Motivation für die Wahl eines technischen Studiums zu vermitteln. Für ein Exportland wie Deutschland ist der technologische Vorsprung und damit der Ingenieursberuf von größter Bedeutung.

 

Stefan Schnurrenberger, Geschäftsführer bei der Firma Gluth, und Thomas Hohenwarter erläuterten die typischen Aufgaben eines Ingenieurs in ihrem Betrieb. Die Firma Gluth, die inzwischen mehr als hundert Beschäftigte zählt, fertigt nach dem Motto „Alles aus einer Hand“ kundengerechte Montage- und Prüfanlagen an. Die Ausrichtung des Betriebes liegt besonders im Bereich der PKW-Einspritztechnik sowie für wichtige neue Technologien bei der Fahrzeugelektrik wie Hybridsysteme, Batterietechnik oder Brennstoffzelle. Mittlerweile arbeitet jeder dritte Mitarbeiter in der Konstruktion, Entwicklung oder Projektierung – mit weiter steigender Tendenz. Gründe hierfür sind die aufwändige und detaillierte Ausarbeitung von Angebotskonzepten mit 3D-Layouts, Machbarkeitsuntersuchungen sowie Betrachtung und Vergleich mehrerer Lösungsvarianten.

 

Der Präsident der FH Landshut erläuterte anschließend die Möglichkeiten eines technischen Studiums und erklärte, dass die Umstellung von Diplom-Studiengängen auf die Abschlüsse Bachelor und Master in der Zwischenzeit vollständig abgeschlossen ist. Dadurch werden Universität und Fachhochschule nahezu gleichgestellt und ein Wechsel zwischen beiden Ausbildungswegen ist jetzt möglich. Die Arbeitsmarktsituation sei trotz der Krise in technischen Berufen als sehr gut einzustufen und um so ernüchternder ist festzustellen, dass in den technischen Studiengängen eine geringere Nachfrage festzustellen sei. Dennoch besuchen siebzig Prozent aller Ingenieursabsolventen eine Fachhochschule, was für den Erfolg dieser Einrichtung in enger Zusammenarbeit mit der Industrie spricht. Da die Globalisierung ein weiterer wichtiger Aspekt in der Ausbildung darstellt, kooperiert die FH Landshut mit zahlreichen Partner-Hochschulen: So ist es ohne großen organisatorischen Aufwand möglich, Teile des Studiums im Ausland zu absolvieren. Darüber hinaus wurde ein eigenes Ausbildungszentrum für Sprachen geschaffen, um der internationalen Ausrichtung Rechnung zu tragen. Im Anschluss wurde in Kurzreferaten durch drei Studentenvertreter die sehr guten Studienbedingungen, insbesondere die Aktualität der Lerninhalte und der Praxisbezug bekräftigt.

 

Beim anschließenden Firmenrundgang konnten die Schüler eine 3D-Konstruktionsdemonstration, einen Versuchsaufbau „Brennstoffzelle“, ein System zur präzisen 3D-Vermessung von Schweißwerkzeugen, eine Prüfanlage für Benzinpumpen und ein fahrerloses Transportsystem besichtigen.

 

Die Schüler wurden zum Abschluss mit entsprechenden Informationsmaterial der FH Landshut versorgt und konnten beim gemeinsamen Imbiss Fragen an die Vortragenden stellen. Die Veranstaltung ist für das kommende Jahr erneut geplant.

 

Verfasst von StR Kiefl und StRin Schrelle

 

Erstellt am 04.04.2009 von StR Kiefl