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Sozialwesen



Was erwartet Sie in der fachpraktischen Ausbildung in der
Fachoberschule 11. Klasse Ausbildungsrichtung Sozialwesen?

 

Die fachpraktische Ausbildung selbst ist so organisiert, dass die Schüler jeweils ein pädagogisches und ein pflegerisches Praktikum zu absolvieren haben, wobei zur Hälfte des jeweiligen Schuljahres das Praktikum verpflichtend gewechselt werden muss, da nur so ein vertiefter Einblick in verschiedene Berufsfelder sozialpädagogischer und pflegerischer Arbeit ermöglicht werden kann.

 

In Abstimmung mit organisatorischen Möglichkeiten wie z.B. der Verfügbarkeit von Praktikumstellen an den jeweiligen Orten und den Bedürfnissen, Interessen und Kompetenzen der Schüler werden diese zu Beginn des Schuljahres in die jeweiligen Praktikumstellen eingeteilt. Dabei werden selbstverständlich auch regionale Besonderheiten wie etwa die räumliche Entfernung des Wohnortes des Schülers bei der Zuteilung zum Praktikum berücksichtigt. Speziell in Straubing sind wir in der sehr glücklichen Lage, unseren Schülern vielfältige Praktikumsmöglichkeiten anbieten zu können und oftmals kann der Wunsch nach Zuweisung von PraktikantInnen der Fachoberschule mancher Einrichtung nicht erfüllt werden, da die Schule stets bemüht ist, den individuellen Wünschen und Bedürfnissen der Schüler gerecht zu werden. Wir sehen die hohe Nachfrage nach SchülerInnen der Fachoberschule auch als Beleg für den Einsatz unserer Schüler und für deren Bemühen, im Praktikum eine engagierte Arbeit zu leisten.

 

So erklären sich seit Jahren Kindergärten und Kinderhorte, Heime und pädagogisch betreute Wohngruppen oder Jugendzentren gerne bereit, Schülern ein Praktikum in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern zu ermöglichen. Ebenso stehen in Straubing vielfältige sonderpädagogische Einrichtungen (Schule für Körperbehinderte oder für Hörgeschädigte Kinder, sonderpädagogisches Förderzentrum, Bildungsstätte St. Wolfgang, Werkstätten und Heime für Erwachsene behinderte Menschen, Wohngruppen für psychisch Kranke Menschen) zur Verfügung. Hier können Schüler der Fachoberschule ihr Praktikum absolvieren und einen vertieften Einblick in die Arbeit mit Menschen aus unterschiedlichsten sozialen Gruppierungen gewinnen.

 

Rückmeldungen der SchülerInnen bestätigen, dass sich diese ganz überwiegend positiv durch die Praktikumsstelle aufgenommen fühlen und sie hilfreiche Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Aufgaben erhalten konnten. Bestätigt wurde über Praxisberichte aber auch, dass sich gerade durch die teils sehr herausfordernde Arbeit z.B. mit behinderten Menschen, mit chronisch Kranken oder mit entwicklungsverzögerten und verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen positive Rückwirkungen auf die Veränderung der eigenen Persönlichkeit ergeben. Damit kommt gerade der fachpraktischen Ausbildung an unserer Schule eine kaum zu überschätzende sozialisierende und persönlichkeitsbildende Funktion zu. Nicht selten entwickelt sich gerade aus dieser sehr praktischen Erfahrung eine erste berufliche Orientierung, wobei gerade in den vergangenen Jahren nicht wenige Schüler über diese Einrichtungen und Institutionen auch nach Beendigung ihrer Fachoberschulzeit ganz konkrete Ausbildungsangebote erhalten haben.

 

Ausdrücklich bedankt sich die Fachoberschule Straubing an dieser Stelle bei allen PraxisanleiterInnen für ihr Engagement, für ihre mühevolle Unterstützungsarbeit und für die inzwischen jahrelange ausgezeichnete persönliche Zusammenarbeit recht herzlich.

 

Erstellt am 16.06.2009 von StR Kiefl