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Rechtslehre



Was erwartet Sie im Rechtslehre-Unterricht in der
Fachoberschule 11. Klasse Ausbildungsrichtung Wirtschaft?

 

Aufgabe des Faches Rechtslehre ist es, Schülerinnen und Schülern grundsätzliche rechtliche Zusammenhänge zu vermitteln und ihnen fächerübergreifend die Funktion des Rechts zu verdeutlichen. Darüber hinaus sollen sie Möglichkeiten, aber auch Grenzen rechtlichen Handelns in einem modernen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem erkennen.

 

Behandelt werden die Grundzüge des bürgerlichen Rechts sowie des Handels- und Gesellschaftsrechts, um elementare rechtliche Zusammenhänge des Wirtschaftslebens aufzuzeigen. Neben diesen ist die Auseinandersetzung mit dem Arbeitsrecht von hoher Bedeutung. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler mithilfe der jeweiligen Gesetzestexte anhand geeigneter Rechtsfälle diese selbstständig bearbeiten und lösen.

 

Für die zwei Wochenstunden sind im Fach Rechtslehre folgende Lerngebiete zu behandeln:

  • Grundlagen des Rechts
  • Bürgerliches Recht
  • Handelsrecht
  • Arbeitsrecht
 
Überblick über die Lerngebiete im Fach Rechtslehre

Grundlagen des Rechts

 

Auf Grundlage aktueller Fälle wird die Notwendigkeit einer rechtsstaatlichen Ordnung aufgezeigt und eine Unterscheidung in öffentliches und privates Recht vorgenommen. Dabei werden die Begriffe Gesetze, Verordnungen und Satzungen erläutert und dargelegt, an welches Gericht man sich im Einzelfall zu wenden hat.

 

Bürgerliches Recht

 

Die Schülerinnen und Schüler überprüfen anhand der Kriterien Rechts- und Geschäftsfähigkeit, Arten der Willenserklärung sowie Formvorschriften, ob ein Kaufvertrag rechtswirksam zustandegekommen ist und welche Rechtsfolgen sich für die Vertragspartner ergeben. Beispiele hierfür sind Vertragsabschluss durch Minderjährige, Taschengeldparagraph, Online-Shopping etc.

 

Darüber hinaus werden Störungen beim Abschluss des Kaufvertrages wie Nichtigkeit und Anfechtung betrachtet und mögliche Leistungsstörungen bei der Erfüllung des Kaufvertrages vorgestellt. Die SchülerInnen sollen dabei selbstständig mit dem Bürgerlichen Gesetzesbuch arbeiten und das juristische Prinzip der Subsumtion anwenden lernen.

 

Handelsrecht

 

Am Handelsrecht, dem besonderen Privatrecht des Kaufmanns, werden besondere Rechte und Pflichten verdeutlicht, wo die SchülerInnen erkennen, dass dieses Recht zum Schutz aller Teilnehmer am kaufmännischen Rechtsverkehr sowie der raschen und sicheren Abwicklung von Handelsgeschäften dient. In diesem Zusammenhang wird die Rechtswirkung durch den Eintrag ins Handelsregister sowie die Formen der käufmännischen Stellvertretung Handlungsvollmacht und Prokora verdeutlicht.

 

Die SchülerInnen lernen wichtige Bestimmungsfaktoren für die Wahl einer betrieblichen Rechtsform kennen und erwerben einen Überblick über das Wesen ausgewählter Personengesellschaften und juristischer Personen des Privatrechts.

 

Dabei unterscheidet man Personengesellschaften nach der Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR) und der Kommanditgesellschaft (KG) sowie juristische Personen des Privatrechts nach Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und einer Aktiengesellschaft (AG) anhand bestimmter Vergleichsmerkmale. Zum Abschluss vergleicht man Personengesellschaften mit juristischen Personen des Privatrechts.

 

Arbeitsrecht

 

Da jede Schülerin oder jeder Schüler als zukünftiger Arbeitnehmer dem Arbeitsrecht unterliegt, ist es insbesondere notwendig, sich mit den rechtlichen Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber beim Individualarbeitsrecht sowie Kollektivarbeitsrecht auseinanderzusetzen.

 

Im Individualarbeitsrecht wird der Abschluss des Arbeitsvertrages einschließlich der Nichtigkeit und Anfechtbarkeit behandelt, Rechte und Pflichten der Vertragspartner dargelegt, die Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit den Kündigungsarten, dem Kündigungsschutz sowie -fristen erörtert und auf die Besonderheiten des Berufsausbildungsvertrages eingegangen.

 

Im Kollektivarbeitsrecht setzt man sich mit der Tarifautonomie und dem Zustandekommen, dem Inhalt und dem Geltungsbereich eines Tarifvertrages auseinander. Vornehmlich wird das Wesen eines Betriebsrates als Vertretungsorgan von Arbeitnehmerinteressen erschlossen und die Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechte am Beispiel einer Betriebsvereinbarung behandelt.

 

Quelle: Institut für Schulqualität und Bildungsforschung München, Fachlehrplan für Rechtslehre an Fachoberschulen in der Ausbildungsrichtung Wirtschaft und Verwaltung; Genehmigungsnummer VII/7-S9410-6-13/62095

 

In der 11. Klasse werden im Fach Rechtslehre mindestens zwei Kurzarbeiten ode mindestens drei Stegreiaufgaben geschrieben.

 

Mit diesen Kenntnissen und Fertigkeiten erhalten Sie eine anwendungsorientierte Ausbildung zu den Grundlagen der Rechtslehre.