Aktuell
Unsere Schule
Kontakt
Anmeldung
Termine
Formulare
Personen/Gremien
Schulleben
Fos
Bos

Schulberatung
Fachpraktikum
Projekt-Forum
Erasmus+
Medien
Schulkooperationen
Lehrerausbildung
REthink
Datenschutz
Impressum
Praktikum in Schweden 2018



Wie Europa zur Heimat wird!

 

Die kalte Jahreszeit weckt in einem häufig den Wunsch, irgendwo im Süden Sonne und Wärme unter Palmen zu tanken. Warum sollte man also im März bzw. April nach Skandinavien reisen, auch noch in den nördlicheren Teil wo es scheinbar nur Kälte und Schnee gibt? Insgesamt 24 Schüler der 11. Klasse (Technikzweig) trotzten dieser bequemen Haltung – und machten dadurch einzigartige Erfahrungen!

 

Im Rahmen von Erasmus+ ging das bilaterale Projekt „Synergy of Best Practice“ (SBP) in sein zweites Jahr. Durch die Kooperation der Beruflichen Oberschule mit dem Yrkesgymnasiet in Umeå (Nordschweden) wurde die fachpraktische Ausbildung weiter optimiert: Schüler durften ihr Geschick in den Holzbaueinrichtungen des Yrkesgymnasiets zeigen!

 

Neben der Schulung fachlicher Fertigkeiten lagen den beiden Projektleitern Felix Armbruster und Florian Griesbeck aber auch außerunterrichtliche Aspekte am Herzen. „Gerade in Zeiten des zunehmenden Protektionismus und verstärkter nationaler Strömungen war es uns wichtig, das europäische Gemeinschaftsgefühl erfahrbar zu machen“, so Felix Armbruster.

 

Zudem hätten die Schüler ihre Fremdsprachenkenntnisse in Englisch verbessert. „Englisch war die gemeinsame Projektsprache und somit der Schlüssel jeglicher Kommunikation. Die Schüler stärkten zwangsläufig ihre Sprachkompetenzen, meist in situativen Gesprächen und ohne dies bewusst wahrzunehmen. Dies kann der herkömmliche Englischunterricht einfach nicht leisten“, erklärt Florian Griesbeck.

 
1. PRAKTIKUM (UMEÅ: 18. – 24.03.2018)

Als sich die Schüler der F11aT mit ihren Begleitpersonen Ingrid Brasin, Felix Armbruster und Johann Entner am Flughafen München trafen, war die Vorfreude natürlich mit etwas Aufregung gemischt. Schließlich stand ein langer Reisetag auf dem Weg nach Skandinavien vor ihnen. Dieser führte die Teilnehmer zunächst nach Stockholm, ehe nach einem mehrstündigen Aufenthalt der Anschlussflug zum Airport Umeå folgte. Dort wurden sie von einer Delegation des Yrkesgymnasiets rund um Schulleiter Stefan Karlsson in Empfang genommen.

 

Während schwedische Gastfamilien einen Teil der deutschen Schüler bei sich aufnahmen, quartierten sich die restlichen Teilnehmer im Hostel „Bedtime“ im wunderschön gelegenen Holmsund ein. Der tägliche Transfer zu den Werkstätten war durch die Bereitstellung eines schuleigenen Kleinbusses problemlos möglich.

 

Bereits am zweiten Tag wurde den Schülern dann rasch klar, dass sie nicht als Touristen nach Schweden gereist waren. Von nun an arbeiteten sie jeden Vormittag unter der hervorragenden Anleitung von Werkstattausbilder Joachim Larsson daran, den Grundaufbau eines Holzhauses im „Schwedenstil“ zu errichten. In den Holzbauwerkstätten des Yrkesgymnasiets herrschte fortan eine konzentrierte und zielgerichtete Arbeitsatmosphäre, was natürlich beim Umgang mit Zimmererhämmern, Kreissägen und ähnlichem Werkzeug dringend geboten war. Durch die tolle Zusammenarbeit der schwedischen mit den deutschen Schülern konnten binnen einer Woche der Boden, die Seitenwände sowie der Dachstuhl des Holzhauses fertiggestellt werden.

 

Bei einem ganzheitlichen Auslandsaufenthalt durften neben den fachpraktischen Tätigkeiten natürlich kulturelle Ausflüge nicht zu kurz kommen. Auf einer von Schülern durchgeführten Stadtführung konnte man sich und Umeå noch intensiver kennenlernen. Außerdem standen gemeinsame Aktivitäten wie Eisfischen, der Besuch des Forstmaschinenherstellers Komatsu, ein gemeinsamer Abschlussabend u.v.m. auf dem vielfältigen Programm.

 

(Zum Vergrößern anklicken)

 
2. PRAKTIKUM (UMEÅ: 08. – 14.04.2018)

Im Anschluss an die Osterferien machten es sich 14 Schüler der F11bT zur Aufgabe, die Vorarbeiten am Holzhaus in Umeå weiterzuführen. Die Fahrt nach Schweden wurde diesmal von Florian Griesbeck und Bernhard Fürst begleitet.

 

Nachdem die Schüler mit der entsprechenden Schutzkleidung ausgestattet wurden, machten sie sich mit großem Eifer und handwerklichem Geschick an die Arbeit. Auch sie wurden durch den eigenständigen Umgang mit Stichsäge, Meterstab sowie Hammer und Nagel fortlaufend sicherer in ihrer Arbeitsweise. So war es am Ende auch nicht verwunderlich, dass das Häuschen in der vorgegebenen Zeit fertiggestellt werden konnte. Auf das Ergebnis konnten alle sehr stolz sein – zumal es sich um das Produkt einer intereuropäischen Gemeinschaftsarbeit handelte.

 

Eine weitere wichtige Erfahrung durften unsere Schüler machen, als ihnen der überregionale Sicherheitsbeauftragte Rosché van Vuuren auf sehr anschauliche, witzige aber trotzdem stets fachlich kompetente Art die Gefahren von Brandquellen erläuterte. Anschließend durften sie die Handhabung eines Feuerlöschers selbst in einem „Feldversuch“ austesten – eine Fertigkeit, die im echten Notfall unbezahlbar sein kann.

 

Wie schon bei der ersten Gruppe im März sammelten die Schüler während ihres Aufenthalts viele kulturelle Eindrücke. Besonders in Erinnerung dürfte der Besuch des Älgens Hus in Bjurholm bleiben. Die Begegnung mit leibhaftigen Elchen aus nächster Nähe war ein einmaliges Erlebnis. In einer Museumsausstellung und einer Diashow erfuhren sie zudem alles Wissenswerte über diese beeindruckenden Tiere.

 

(Zum Vergrößern anklicken)

 

Verfasst und erstellt am 19.05.2018 von OStR Griesbeck