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Alltägliche Dinge anders angehen



Alltägliche Dinge anders angehen

Präsentation »Gestaltung am Bau« im Seniorenheim St. Nikola

 

„Scherben bringen Glück“, „Das grüne Büro“ und „Wellengang auf dem Magnetmeer“, drei Kunstobjekte, die den zweckmäßigen Verwaltungsbau und Konferenzraum des Seniorenheims St. Nikola verschönern. 13 Schülerinnen der staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule (FOS/BOS) Straubing präsentierten Werke, die unter der Leitung von Max Messemer entstanden. Sie gaben den Mitgliedern des Stiftungsausschusses am Dienstagnachmittag einen Einblick über den Projektablauf.

 

Die Wahl der Bearbeitungstechniken und Materialen war den Schülerinnen freigestellt,um einzigartige und kreative Kunstwerke zu erhalten. Oberbürgermeister Markus Pannermayr freute sich, dass „der kreative Nachwuchs unserer Heimat“ hier Objekte gestaltete, die in der Praxis verwendet werden und nicht theoretischer Natur sind. Das Projekt hatte den ungewöhnlichen Oberbegriff „Kein Aufstand ohne Kühlschrank“ den OStD Peter Söll interpretierte. Der Bedeutungsduden sieht Aufstand als „aufstehen, sich erheben, sich bewegen, alltägliche Dinge anders anzugehen“. In diesem Sinne hätten die jungen Damen gearbeitet und das entspräche auch der Philosophie der Schule. Die Arbeit an öffentlichen Projekten biete den Schülerinnen die Möglichkeit Erwerbssituationen zu erfahren, so Söll. Projektleiter Max Messemer betonte, dass die Schülerinnen bei den Arbeiten einige Wochen auf sich gestellt waren und die Werke eine sehr große Qualität hätten. Alle Objekte gehen voll auf die jeweiligen Bedingungen der Räume ein und unterstreichen deren Besonderheiten. Die von einer Grafikdesignerin erlernten Theorien hinsichtlich der Wirkung von Farben und Licht- und Schattenspielen wurden bei den Objekten praktisch angewandt.

 

Scherben bringen Glück

 

Isabella Pirkl schilderte die Planungs- und Entstehungsphase von „Scherben bringen Glück“. Der langen Betonwand zwischen zwei Türen des Durchgangs zu den Büros sollte das kahle Aussehen genommen werden. Die engen Räumlichkeiten mussten berücksichtigt werden. Nach mehreren Entwürfen kam der Arbeitsgruppe die zündende Idee „Hey, Glas kann man ja brechen“ .Die Schülerinnen bearbeiteten ein mit transparenten Folien beklebtes Glas mit dem Hammer und hoben einige Scherben farbig hervor. Durch Abstandshalter hebt sich das Objekt von dem grauen Sichtbetonwerk ab, sodass Lichtstreuungen und Schattierungen gut zur Geltung kommen. Die Betonwand mit ihrer Struktur bleibt dabei sichtbar.

 

Das grüne Büro

 

Das Büro des Amtsleiters war ein sehr heller, farbloser Raum mit großer Fensterfront „ins Grüne“. Die Arbeitsgruppe musste sowohl optische als auch akustische Aspekte berücksichtigen, schilderte Sonja Kellerer die Aufgabenstellung. Naturaufnahmen von Straubing und St. Nikola wurden in einer Collage zu dem Thema „Das grüne Büro“ zusammengefasst. Die Aufnahmen wurden von den Schülerinnen angefertigt und harmonisch angeordnet. Die Collage, die überwiegend grün gestaltet ist, setzt mit der blauen Donau, dem blauen Himmel über dem Adler sowie dem roten Mohn in dem Büro wohltuende Farbakzente. „Die Verbindung zur Natur draußen ist geglückt“ ergänzte Max Messemer. Seine Funktionalität beweist das Kunstwerk als Akustikbild.

 

Wellengang auf dem Magnetmeer

 

Sie wollten keine „Zeichnungen oder Wandmalerei für die Ewigkeit“ gestalten, sondern ein Stilelement schaffen, dass zu gegebener Zeit variiert werden kann, führten Larissa Raith und Susanne Strobel im Konferenzraum auf das Objekt hin. Die quadratischen Tafeln aus Plexiglas werden mit Magneten an der weißen, mit Magnetfarbe gestrichenen Wand befestigt. Das Holzdekor greife die Blenden und Fensterbänke in dem großen Raum auf, grün und weißbringe Harmonie in den eher kühlen Konferenzsaal.

 

Erstellt am 08.01.2012 von StR Kiefl