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Möbel für Studenten

Kreatives Kooperationsprojekt von Gestaltungszweig der FOS
und Wissenschaftszentrum

 

"Ich war früher mal eine Dose" heißt ein eingängiger Werbeslogan für Recycling. Dieses Prinzip - allerdings noch viel kreativer - macht sich das Projekt "MöfStu", sprich "Möbel für Studenten" zueigen. Der komplette, 100 Schüler zählende Jahrgang am Gestaltungszweig der Fachoberschule startete damit gestern im Rahmen seiner fachpraktischen Ausbildung ein innovatives Kooperationsprojekt mit dem Wissenschaftszentrum. Die Schüler kreieren aus einer riesigen vom ZAW-SR zur Verfügung gestellten Sperrmüllausbeute ebenso fantasievolle wie praktische Möbel für Straubings künftige Bachelor-Studenten und ihre Studentenbuden. Sie werden damit zum Wintersemester willkommen geheißen.

 

Aus einem Berg benutzter, ausrangierter Möbel sowie aus Teilstücken von Schränken, Türen oder Tischen sollen neue, nutzbare Einrichtungsgegenstände entstehen, beschreibt Initiator Max Messemer die Idee. "Es geht nicht um das bloße Zusammenschrauben oder -zimmern von Materialien", macht der Bildhauer und Leiter der fachpraktischen Ausbildung an der FOS Gestaltung deutlich. "Aus Altem soll Neues entstehen. Altes soll seine Qualität und auch seine Funktion verändern." Umgesetzt werden soll neben der praktischen Nutzbarkeit und dem Zuschnitt auf die Bedürfnisse eines Studenten die Idee der Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit und der Nachwachsenden Rohstoffe. "Es geht um Konzepte."

 

Messemer liegt daran, das Wissenschaftszentrum einzubeziehen und deutlich zu machen, dass die dort im Mittelpunkt stehende Idee in vielen Lebensbereichen präsent sein kann.

 

Das Projekt wolle auch als Zeichen verstanden werden, dass die Bürger, in dem Fall die Schüler, hinter der Wissenschafts- und Hochschulstadt stehen. Deshalb freut Messemer, dass die Stadtgärtnerei dem Projekt mit der leihweisen Überlassung eines Lastwagens zum Transport des Sperrmülls und die Barmherzigen Brüder mit Bereitstellung von Zwischenlagerräumen in der ehemaligen Herzklinik in der Wittelsbacherstraße das Projekt unterstützen. Auch der Verein Hochschulstadt habe Wohlwollen signalisiert. Schließlich, so Messemer, seien noch rund 1500 Euro an Fixkosten zu decken.

 

Stippvisite am Lehrstuhl für Ergonomie

 

Den Auftakt machte gestern ein Besuch im Wissenschaftszentrum. Es folgen laut Messemer weitere Exkursionen zur TU München und dort bezeichnenderweise beim Lehrstuhl für Ergonomie. Das Gros der Schüler wird an den Möbeln arbeiten samt vorheriger Skizzen und Arbeitsmodelle. Eine zweite Gruppe wird das Projekt dokumentarisch in Text, Ton, Foto und Film begleiten, eine weitere wird Möglichkeiten der Ausstellungspräsentation entwickeln und auch an eine Gruppe zur Öffentlichkeitsarbeit ist gedacht.

 

Das Regenbogenhaus in der Flurlgasse hat vorab zugesichert, entstandene Möbel als Beispiel in seinem Schaufenster in Szene zu setzen. Am 15. Oktober, wenn der erste Bachelor-Jahrgang in Straubing willkommen geheißen wird, sollen die Möbel im Rahmen einer Semester-Eröffnungs-Veranstaltung im Rittersaal präsentiert und den Studenten übergeben werden. Wie, das stehe noch nicht fest, sagt Messemer, der sich eventuell auch eine Verlosung vorstellen: Jedem Anfang wohnt ein Zauber und in dem Fall ein Designmöbel inne ...

 

Individuelles Begrüßungsgeschenk

 

Die Idee dieses ganz besonderen und noch dazu individuellen Begrüßungsgeschenks für die neuen Studenten hat auch Dr. Norbert Fröhlich, Geschäftsführer des Wissenschaftszentrums, auf Anhieb begeistert. Er kann sich vorstellen, dass sich zwischen den jeweiligen Schöpfern der Möbelstücke und den Studenten, die sie erhalten, Kontakte ergeben, dass beide vielleicht immer mal wieder ins Gespräch miteinander kommen. Damit käme man in dem Bestreben, das Wissenschaftszentrum und seine Studenten mit dem städtischen Leben und den Straubingern zu vernetzen, wieder einen Schritt weiter. "Dieses Projekt bringt Leute zusammen." Aus diesen beiden Aspekten heraus sei das kreative Experiment hochwillkommen und hochinteressant.

 

Anders als an anderen Fachoberschulen der Richtung Gestaltung findet in Straubing die komplette Praktikumszeit an der Fachoberschule und nicht in Betrieben statt. Ein Manko ist das in Messemers Augen nicht, dank großer Projekte, die die Schule jährlich stemme und meist auch im öffentlichen Raum präsentiere. Dadurch werde sichtbar, was diesen Schulzweig ausmache. "Es gibt ihn heuer schon zehn Jahre." Ein Grund mehr für das aktuelle Großprojekt.

 

Vielleicht, schaut Max Messemer in die Zukunft, ergebe sich danach auch eine Möglichkeit, dass sich Bachelor-Studenten an der FOS in Sachen Nachwachsender Rohstoffe einbrächten.

 

Text-und Bildquelle: Straubinger Tagblatt vom 26.02.2013

 

Erstellt am 03.03.2013 von StR Kiefl