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Jura-Marmor-Schrott und Vogelnester

Sechs Eimer mussten vom Stadtturmladen „Kultur?!“ zum Alten Schlachthof und zum Wissenschaftszentrum getragen werden – das sind zu viele für einen auf einmal, fand der Augsburger Künstler Norbert Schessl und verteilte sie kurzerhand auf sechs Teilnehmer des Kunstspaziergangs. Vom Stadtturm aus ging es am Donnerstagabend erst zum Wissenschaftszentrum und dann weiter zur Eröffnung der Ausstellung „Beim Steinelegen pfeife ich gerne und lausche dann“ in der Galerie Halle II im Alten Schlachthof.

 

Die Ausstellung ist dreigeteilt, „ein dreigängiges Menü“, wie Norbert Schessl und Kurator Max Messemer sie bezeichnen: In der Galerie Halle II stellt Norbert Schessl verschiedene Kunstwerke aus Jura-Marmor-Schrott vor, die Objekte sind zum Teil sehr groß oder ziemlich klein und fast zu übersehen. Ihm sind Umdeutungen und Neuformulierungen sehr wichtig, er fügt Sachen hinzu, klebt, lässt anderes weg. Vermeintlicher Abfall ist ebenso Kunst: Ein leeres Vogelnest machte sich im Transporter mit auf den Weg nach Straubing und wurde gleich selbst in die Ausstellung miteingebunden.

 

Bei der Vernissage nach dem Kunstspaziergang gab Norbert Schessl den Besuchern die Möglichkeit, sich mit dem Künstler über seine Werke zu unterhalten. Erklären mag er sie aber nicht: „Beim Erklären von Kunst stößt unsere Sprache schnell an ihre Grenzen. Und dann muss man auch einfach darauf vertrauen, dass man das Kunstwerk schon richtig versteht und spürt, ohne Hintergrundinfo.“ Um die Gedanken des Betrachters zumindest ein bisschen zu lenken, gibt er seinen Objekten klingende Namen wie „Der Sandkasten des großen Bären“.

 

Ein anderer wichtiger Teil der Ausstellung ist der Stadtturmladen „Kultur?!“. Von dort aus sollen mit Jura-Marmor gefüllte Blecheimer immer wieder auf den Stadtplatz wandern und das gewohnte Stadtbild verändern und die Leute aufmerksam zu machen. Hier werden dann auch Schüler der Fachrichtung Gestaltung der FOS/BOS ihre Ideen ausprobieren können.

 

Auch vor dem Wissenschaftszentrum stehen nun ein Objekt von Norbert Schessl und zwei Eimer. Der Betrachter soll sich Fragen stellen: „Was hat Kunst mit Wissenschaft zu tun? Kann Wissenschaft Kunst fördern und erweitern?“ Mit diesen Fragen beschäftigen sich derzeit auch 14 Studierende im Lehrmodul „Gestaltung und Design mit Nawaro“. Außerdem geplant ist ein Ideenaustausch mit Architekten zum Thema „Baumaterial aus recyceltem Natur-Stein“ geplant.

 

Norbert Schessls Ausstellung beschäftigt sich mit der räumlichen Nähe von Stadt, Kultur und Wissenschaft und lässt dabei viel Raum für eigene Interpretationen. Die Ausstellung ist bis 8. Januar geöffnet, donnerstags von 16 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr, Sonderöffnung: 26. Dezember und 6. Januar, von 11 bis 17 Uhr. Am 24. und 31. Dezember bleibt die Galerie geschlossen.

 

Quelle: Straubinger Tagblatt vom 19.11.2016

 

Erstellt am 23.11.2016 von StR Griesbeck