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Toxische Chemikalien

Plastik ernthält verschiedene giftige Chemikalien, die dem Menschen und der Umwalt schaden. Man kann zwischen Chemikalien unterscheiden, die dem Plastik bei der Produktion hinzugefügt werden um bestimmte Eigenschaften zu erzeugen oder die das Plastik, insbesondere Mikroplastik, während dem Zerfalls- oder Alterungsprozess aufnimmt.

Bisphenol A (BPA) & Phthalate

Diese beiden Chemikalien sind bereits von Beginn an in Plastik enthalten.

Die erste Chemikalie ist Bisphenol A, abgekürzt auch BPA. In Deutschland werden jährlich 410.00 Tonnen vermarktet. Es ist ein Grundstoff, der zur Herstellung von manchen Plastiksorten, beispielsweise Polycarbonat (PC) und Polyvinylchlorid (PVC). Bisphenol A findet sich zum Beispiel in den Innenverkleidungen von Konservendosen, aber auch in Babyschnullern. Doch welche Auswirkungen hat dieser Stoff auf den menschlichen Körper?

Man kann hier zwischen der Wirkung auf Kinder und der auf Erwachsene unterscheiden:
Bei Kindern kann eine übermäßige Aufnahme dieses Stoffes zu Störungen des Hormonsystems führen, was sich wiederum auf die Entwicklungen in der Jugend auswirkt. Zudem können permanente Schäden im Nervensystem auftreten, aber auch Verhaltensstörungen und eine verschlechterte Lernfähigkeit sind möglich. Im Erwachsenenalter führt BPA zu ganz anderen Wirkungen, die sich vor allem bei Männern bemerkbar machen können. Es führt zum Einen zu geringerer Spermienquantität und -qualität, zum anderen hat BPA eine östrogenähnliche Wirkung.
Die oben genannten Wirkungen sind jedoch noch nicht wissenschaftlich bewiesen, da dafür Langzeit-Messungen vonnöten wären, die bisher noch nicht möglich waren. Jedoch ist bewiesen, dass Bisphenol A aus Plastikprodukten austritt.
Eine kleine Anmerkung die zum Nachdenken anregen könnte ist , dass Forscher das Blut von mehreren Menschen analysiert haben und mit dem von Mäusen die BPA ausgesetzt waren verglichen haben. Das Ergebnis: Beim Menschen wurde eine durchschnittlich höhere Dosis BPA nachgewiesen als bei den Mäusen, welche bereits sexuelle Beeinträchtigungen aufwiesen.

Plastik wird in den verschiedensten Gebieten eingesetzt und muss somit verschiedene Fähigkeiten haben, die dem jeweiligen Einsatzgebiet entsprechen. Um die zum Teil benötigte Flexibilität oder Dehnbarkeit des Materials zu erreichen oder zu unterstützen werden dem Plastik sogennante Phthalate, also Weichmacher, zugegeben. Diese Stoffe lösen sich durch Ultraviolettes Licht, also UV-Strahlung aus dem Material, was auch der Grund ist, dass Plastiktüten mit der Zeit spröde werden. Ein Beispiel für die Verwendung von Phthalaten sind PET-Flaschen, die heutzutage fast jeder benutzt. Deswegen sollten Plastikflaschen immer lichtgeschützt gelagert werden, damit die giften Weichmacher nicht austreten und das Wasser belasten. Diese Warnung wird bei fast jeder Flasche mit angegeben, der Grund dafür wird jedoch nicht genannt. Zu Beginn konnte man die Weichmacher herausschmecken, und alles was die Konzerne taten, war, dem Getränk Süßungsmittel beizufügen.
Weichmacher haben ähnliche Auswirkungen wie BPA, auch die oben bereits aufgeführt wurden und ebenfalls noch nicht wissenschaftlich bestätigt sind.

Polychloriertes Biphenyl (PCB) & Polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff (PAK)

Die zwei folgenden Chemikalien sammeln sich in Plastikfragmenten an, die in unseren Ozeanen umhertreiben. Da sich Plastik mit der Zeit zersetzt und in immer kleiner Teile zerfällt, bildet sich eine größere Oberfläche, wodurch mehr Gift absorbiert werden kann. Doch welche Auswirkungen haben diese Stoffe auf den menschlichen Körper?

Die erste Substanz nennt sich „Polychloriertes Biphenyl“, mit PCB abgekürzt. Es ist eine synthetische Chemikalie die bereits im Entstehungsprozess von Plastik zum Einsatz kommt. PCB ist bei Tieren krebserregend und es wird vermutet, dass es ähnliche Wirkungen auf Menschen hat. Eine hohe Dosis dieses Stoffes kann Hautprobleme wir Chlorakne hervorrufen, aber auch Leberkrebs ist möglich. Bei Frauen kann es zu Menstruationsbeschwerden kommen, Männer müssen Unfruchtbarkeit oder eine geringere Spermienqualität befürchten. Eine verminderte Lernfähigkeit und Schwierigkeiten bei gewissen Bewegungsabläufen sind die möglichen Folgen bei Kindern.

Das Problem bei Polychlorierten Biphenylen ist, dass sie lipophil, also fettlöslich, sind. Deswegen ist der Verzehr von besonders fetthaltigem Fisch wie z.B. Makrele, Lachs, Heilbutt und Karpfen „gefährlicher“.

Die letzte Chemikalie heißt „Polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff“, auch PAK. Genauso lange wie der Name dieser Substanz dauert es auch bis es in der Natur abgebaut ist. „Aromatisch“ bedeutet hier aber nicht, dass es besonders gut schmeckt – es bezieht sich nur auf seine besondere chemische Struktur.

PAK ist eine krebserregende und Genverändernde Substanz. Es kann zu Problemen bei der Fortpflanzung führen und da es sehr leicht ist, kann es durch den Wind jeden Ort erreichen.

Allgemein ist festzuhalten, dass sich diese zwei Stoffe an der wasserabweisenden Oberfläche von Mikroplastik ansammeln.

Autor: Judith Seil

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Plakat erstellt von: Vanessa Krempl

Quellen:

  1. http://www.atsdr.cdc.gov/HEC/CSEM/pcb/docs/pcb.pdf
  2. https://en.wikipedia.org/wiki/Polychlorinated_biphenyl
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Polychlorierte_Biphenyle
  4. https://en.wikipedia.org/wiki/Lipophilicity
  5. https://de.wikipedia.org/wiki/Aromatizit%C3%A4t
  6. https://de.wikipedia.org/wiki/Bisphenol_A
  7. http://www.niehs.nih.gov/health/assets/docs_a_e/bisphenol_a_bpa_508.pdf
  8. http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/chemie/120615_bund_chemie_achtung_plastik_broschuere.pdf
  9. http://oceans.taraexpeditions.org/en/m/science/news/small-pieces-of-plastics-could-be-toxic-for-the-organisms/
  10. http://www.awi.de/?cHash=115ce0680992f761b63a0de8614e6b06

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"Ich rede viel mit Leuten über das Thema, weil meiner Meinung nach in unserer Generation immer noch zu wenig darauf geachtet wird. Ich will jedem Menschen mit dem ich was zu tun habe, ein Bewusstsein dafür geben, was er einkauft und wie er es tut. Das Ganze fängt im Kopf an!" - Anthea Eichstetter, Team "Experiments"

"Ich nehme niemals eine Plastiktasche, egal wie vollgestopft meine Tasche bereits ist. Irgendwie kriegt man den Einkauf immer transportiert!" - Paula Schlosser, Team "Experimente"

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