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Basis der globalisierten Welt

Berufsschulen setzen mit Kundgebung am Ludwigsplatz ein Zeichen für Toleranz

 

Die Schulgemeinschaft hat keinen Platz für Intoleranz. Dafür machten sich etwa 1500 Schüler der Fraunhofer Berufsschule, der Matthias-von-Flurl Berufsschule und der Staatlichen Berufsschule III am Dienstagmittag am Ludwigsplatz stark. Bei der Aktion "Schulen für Toleranz" setzten sie bei einer Kundgebung öffentlich ein Zeichen für Solidarität und legten gelbe Papier-Schleifen am Stadtplatz ab. Die Botschaft: Toleranz bildet die Basis der globalisierten Welt.

 

Die Idee zu der Aktion entstand im Sozialkundeunterricht der Klasse 13S der Beruflichen Oberschule. Zusammen mit ihrem Lehrer Christoph Hofmeier fassten die Berufsschüler den Plan, mit ihren Mitschülern zum Stadtplatz zu ziehen. Dort sollte als Zeichen der Toleranz eine Kundgebung stattfinden. Kurz vor 12 Uhr zogen gestern also 1500 Schüler in Richtung Stadtmitte. Ein Symbol der Solidarität - gelbe Papier-Schleifen - hatten sie an Taschen und Jacken befestigt.

 

Die Schulgemeinschaft wolle für Toleranz in Schule und Gesellschaft werben, erklärte Peter Söll, ständiger Vertreter des Schulleiters, der versammelten Schülermenge am Ludwigsplatz. "Wir wollen unsere Mitbürger für Toleranz sensibilisieren, sie leben und erfahrbar machen." Mit dem ersten Artikel des Grundgesetzes bekenne sich das deutsche Volk dazu, dass jeder das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit habe - ein Grundsatz, der auch im Schulalltag gelte, wie Söll feststellte. "Mitschüler sollten deshalb nicht als Streber beschimpft oder wegen einem Migrationshintergrund, einer Behinderung oder ihrer politischen Meinung ausgegrenzt werden", lautete seine Forderung.

 

Für Toleranz einzutreten sei nicht selbstverständlich, meinte Bürgermeisterin Maria Stelzl, die ebenso wie die Schulleiter der jeweiligen Schulen die Aktion im Namen der Stadt unterstützte. Mangelnde Toleranz habe vor dem zweiten Weltkrieg dazu geführt, dass sich politische Extreme etablieren konnten. "Damals ging die Achtung vor der Würde des Menschen verloren. Die Folge waren viele Millionen Tote." Diese Geschehnisse seien mahnendes Beispiel dafür, anderen Menschen Meinungen nicht mit Gewalt aufzuzwingen. Stelzls Appell: "Diskutieren Sie! Aber achten Sie die Freiheit der anderen."

 

Jegliche radikale Gruppierung beschränke die Freiheit von Individuen, meinte Benedikt Geiger, Klassensprecher der 13S. "Wann aber hat jeder von uns zuletzt die Meinung eines anderen runter gemacht? Wann haben wir einen Mitschüler unterstützt, der wegen seiner Meinung Streit hatte?" Sich selbst als tolerant zu bezeichnen, sei leicht. "Tolerant zu leben, sollte genauso einfach für uns sein", forderte er und erhielt Unterstützung von den übrigen Schülervertretern. "Unsere global vernetzte Welt, in der Menschen verschiedener Religionen und Kulturen miteinander kommunizieren, kann ohne gegenseitige Rücksichtnahme nicht funktionieren."

 

Textquelle: Straubinger Tagblatt vom 21.12.2011

 

Erstellt am 21.12.2011 von StR Kiefl