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Buchdruck als Schritt in die Zivilisation

Wiederöffnung der Schülerbibliothek an der Beruflichen Oberschule

 

„Tannöd" ist das Buch, das Autorin Andrea Maria Schenkel berühmt gemacht hat. Die Krimibestsellerautorin aus Regensburg las vor rund 130 Schülern der 12. Jahrgangsstufe der Beruflichen Oberschule. Der Grund: Die Schulbibliothek wurde nach einem Umbau samt neuem Medienforum wiedereröffnet.

 

Ein Lexikon aus dem Jahr 1839 nahm Schulleiter Peter Söll zum Anlass, um über die Geschichte des Buchwesens zu informieren. Dabei betonte er, dass mit der Möglichkeit des Buchdruckes ein entscheidender Schritt in die Zivilisation und die Bildung der Gesellschaft gemacht wurde. „Heute dominieren die elektronischen Medien und wir befinden uns in einer Informations-gesellschaft, in der es dennoch immer noch lohnenswert ist, ein Buch in die Hand zu nehmen", forderte er. Deshalb investierte man an der Beruflichen Oberschule auch in das neue Medienforum, das einen ganztägig geöffneten EDV-Raum, einen Ruhe- und Leseraum sowie die neu gestaltete Bibliothek umfasst.

 

Im Anschluss daran fand in der Aula eine Autorenlesung mit Andrea Maria Schenkel statt, die bereits einige historische Kriminalromane verfasst hat. Ihre Romane lehnen sich an authentische Fälle an und sind gerade deshalb von besonderer Anziehungskraft. In der Lesung stand der neueste Roman „Täuscher" im Mittelpunkt, der im Jahre 1922 in Landshut spielt. Das zentrale Thema ist dabei ein Doppelmord an einer älteren Dame und deren Tochter.Neben diesem Handlungsstrang spielt die Zeitgeschichte, insbesondere die Funktion von Volksgerichten, sowie die rasante Entwicklung von Kinos eine wichtige Rolle. Dennin ihrer Recherchearbeit ist Andrea Maria Schenkel darauf gestoßen, dass man das Medium Film zu dieser Zeit als schädlich für den jungen Menschen betrachtet hat. An diesem Beispiel zeigte die Autorin auf, dass sich viele Entwicklungen in der Zeitgeschichte wiederholen und keineswegs alles neue Phänomene sind.

 

Dann gab die Autorin Einblick in die Arbeit eines Schriftstellers, die sich durch kreative, häufig einsame Phasen der inhaltlichen Produktion ohne Rücksicht auf Grammatik und Rechtschreibung, gerade aber auch durch Prozesse der mühsamen Überarbeitung auszeichnen. Christina Schedlbauer, stellvertretende Schulleiterin, bedankte sich bei der Autorin und freute sich über die Widmung im Krimibestseller „Tannöd", der natürlich zum Bestand der erneuerten Schülerbibliothek gehört.

 

Quelle: Straubinger Tagblatt vom 09.01.2014

 

Erstellt am 20.01.2014 von StR Kiefl