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Eingetaucht in die Welt der Verse und Rhythmen

Lyrik-Werkstatt an der beruflichen Oberschule in Straubing mit José F.A. Oliver

 

In Kooperation mit dem Internationalen Forschungszentrum Chamisso-Literatur (IFC), das im Frühjahr 2013 am Institut für Deutsch als Fremdsprache an der Ludwig-Maximilians-Universität München eingerichtet wurde, konnte am Dienstag an der beruflichen Oberschule Straubing eine Dichterlesung mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preisträger José F. A. Oliver mit anschließender Schreibwerkstatt stattfinden. Schulleiter OStD Peter Söll war es eine große Freude, den Dichter, die Gäste vom IFC, Frau Prof. Gesine Lenore Schiewer, Dr. René Kegelmann, Tobias Schickhaus sowie alle Schüler der 13. Jahrgangsstufen zusammen mit den Deutschlehrkräften  begrüßen zu können, um Lyrik – ein wesentlicher Inhalt des Deutschunterrichts – nun hautnah erleben und auch schaffen zu können.

 

José F.A. Oliver ist Lyriker und lebt in Hausach im Schwarzwald. Er beschäftigt sich auch mit der Vermittlung von Literatur und wirkt an der Entwicklung von Schreibwerkstätten für Schulen mit. In seiner einführenden Lesung stellte er insbesondere durch sehr  persönliche, humorvolle Anekdoten einen guten Draht zur Zuhörerschaft her und vermittelte einen spürbaren Eindruck für seine  Welt der Verse und Rhythmen; diese Welt ist auch geprägt von den Erfahrungen der zweisprachig erlebten Kindheit zwischen der spanischen und der deutschen Kultur, was  in den dargebotenen Werken und Beiträgen hörbar wurde.

 

Der Autor betonte in diesem Zusammenhang auch seine Ansicht von literarischem Schreiben im Unterricht, das im Unterschied zu sehr freien, kreativen Schreibanlässen klaren dichterischen Regeln und Gesetzen folgen sollte.  Im Anschluss an die Lesung konnten die Schüler aus einem Angebot an Schreibwerkstätten auswählen, die bewusst den handwerklichen Charakter und das Vorläufige von Texten betonten: So wurden beispielsweise ausgehend von einem  „gespielten“ Wort ein Kollektivgedicht verfasst oder auch Beispiele der sog. konkreten Poesie geschaffen, die anhand intensiver formaler Gestaltung besondere Aussagekraft besitzen. Ausgehend von Songtexten konnten die Schüler aber auch Gegen- bzw. Parallelgedichte verfassen, um bewusst einen anderen, ungewöhnlichen Blickwinkel einzunehmen.

 

In einer weiteren Werkstatt ging es „rund“, denn man näherte sich in sog. Rondellgedichten drehend zum Gedicht. Dabei wurden zu einem bestimmten Thema Gefühle und Stimmungen transportiert, die durch bewusste Wiederholungen von einzelnen Versen verstärkt werden sollen. Auch der Zugang über einen 100-Worte-Text ermöglichte den Schülern eine Ahnung von Wortfindung und Verdichtung zu erleben, indem markante Textstellen in ihrer Machart und Wirkung hinterfragt wurden.  Im Anschluss an diese produktive Phase versammelten sich alle Teilnehmer erneut in der Aula, wo einige Beispiele eindrucksvoll vorgestellt und gewürdigt wurden. OStD Peter Söll zeigte sich begeistert von der gelungenen Veranstaltung und bedankte sich herzlich bei Herrn José F. A. Oliver, Frau Prof. Gesine Lenore Schiewer und Herrn Dr. René Kegelmann, aber auch bei Seminarlehrerin Helga Stadlbauer,  die zusammen mit den Studienreferendaren Martina Hoffmann,  Elena Frommeld und Marco Steininger für die Organisation und Durchführung verantwortlich war.

 

Quelle: Straubinger Tagblatt vom 17.12.2013

 

Erstellt am 03.01.2014 von StR Kiefl