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Nein, meine Suppe esse ich nicht!

Gelungene Veranstaltung zur Woche der Gesundheit
an der Beruflichen Oberschule Straubing

 

„Sie liegen uns am Herzen – nicht nur, was die schulischen Leistungen betrifft, sondern auch Ihre Gesundheit, die Voraussetzung für Erfolg und Glück ist!“ Mit diesen Worten begrüßte Schulleiter Peter Söll alle SchülerInnen der Sozialklassen sowie insbesondere die Schauspielerinnen Heidy de Blum und Elisabeth Grünebach in der Aula. Im Rahmen der Aktionswoche „Gesundheit und Nachhaltigkeit“, die von Seiten des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst ausgerufen worden war, organisierten die Lehrkräfte Frau Edith Fedeneder, Fachbetreuerin für die Ausbildungsrichtung Sozialwesen, und Herr Daniel Teichert, Religionslehrer und Suchtbeauftragter, das von Heidy de Blum selbst geschriebene Theaterstück Food Diaries mit einer Nachbesprechung durch die Sozialpädagogin Frau von Wyschetzki, die für den Verein ANAD, einer wichtigen Anlaufstelle bei Essstörungen, arbeitet. Zielsetzung hierbei war es, durch die Einbeziehung außerschulischer Experten einen weiteren Schritt hin zu einem gesundheitsförderlichen und nachhaltigen Lebensstil zu gehen und die körperliche, psychische und soziale Gesundheit der Schüler zu fördern.

 

Die Schauspielerinnen erzählten und spielten eindrucksvoll persönliche und wahre Geschichten von Frauen, die mit dem Thema Diäten, Hungern und Essstörungen in ihrem Leben zu kämpfen haben. Dabei schlüpften sie in unterschiedliche Rollen und zeigten humorvolle, aber auch sehr ernste und nachdenkliche Szenen, die dem Zuschauer einen konkreten Einblick in das Denken eines Menschen geben, der an einer Essstörung leidet. Es wurde immer wieder deutlich, dass dem Schlankheitswahn häufig die verzweifelte Suche nach Anerkennung zugrunde liegt. Ein Korsett diente im Schauspiel  z.B. als Symbol für die Sucht nach einer absoluten Kontrolle über das Essen, die immer mehr vereinnahmt und schließlich dazu führt, Nahrung ganz zu verweigern.

 

In der Nachbesprechung fand ein sehr persönlich geprägter Austausch zwischen der Schauspielerin, Frau Heidy de Blum, die ehemals von Essstörungen betroffen war, und der Sozialpädagogin, Frau Wyschetzki, statt; beide berichteten von ihren unmittelbaren Erfahrungen bzw. von der täglichen Arbeit in der Beratung und Therapie und beantworteten offen und kompetent alle –auch teils intime - Fragen der SchülerInnen. Dabei machten sie deutlich, dass es sich bei Essstörungen um kein ausschließlich weibliches Problem handelt, sondern dass die Dunkelziffer bei männlichen Betroffenen lediglich höher ist, da es ihnen schwerfiele zuzugeben, an einer „Frauenkrankheit“ zu leiden.  Die initiierenden Lehrkräfte, Frau Fedeneder und Herr Teichert sowie die Schüler bedankten sich herzlich bei den Gästen für ihre beeindruckenden und anschaulichen Beiträge, die in jedem Fall ein Lernen für das Leben ermöglichten.

 

Quelle: Straubinger Tagblatt vom 25.10.2014

 

Erstellt am 03.11.2014 von StR Kiefl