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Ein Baum aus nachwachsenden Rohstoffen



Gestaltungsschüler der FOS/BOS arbeiten im Auftrag des Kompetenzzentrums Straubing

 

Die Idylle sieht man nur von einer bestimmten Perspektive aus. Dann fließt der Hintergrund der Sonne mit den gelb bemalten Knospen des Baumes zusammen und es entsteht eine riesige Sonne, die den Baum bestrahlt. Tritt man nur einen Schritt zur Seite, löst sich das Bild sofort auf und die Harmonie wird gebrochen. Dieser optische Trick der Installation, auch Anamorphose genannt, ist der Eyecatcher, den Christian Schröter für seine Ausstellung über nachwachsende Rohstoffe im Kompetenzzentrum Straubing wollte. Es war das umfangreichste Projekt, das die Gruppe der 14 Schüler des Gestaltungs-Zweigs während ihres Praktikums in der 11. Klasse stemmten. Dabei, so die Projektbeschreibung, sollten vor allem Biokunststoffe verwendet werden.

 

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

 

Für die Schüler war es nicht das erste Mal, dass sie an umfangreicheren Aufgaben, die sich über längere Zeiträume erstrecken, arbeiteten. Aber sowohl der externe Auftraggeber als auch die Materialwahl waren die große Herausforderung. So sollte das Objekt zu dem zukunftsweisenden Studiengang der nachwachsenden Rohstoffe (Nawaro) passen. „Wir mussten uns ersteinmal vertraut mit den Räumlichkeiten und dem Material machen. Wir haben die Dozenten über ihre Vorstellungen befragt und experimentierten mit dem NFC-Kunststoff. Das war die ‚Spinner-Phase‘!“ berichten Gülcan Cetin und Susanne Schromek.

 

Aus den zahlreichen Ideen kristallisierten sich am Ende zwei heraus, die in Modellen ausgearbeitet wurden. Luisa Brückl erklärt: „Wir haben viel verworfen! Aber das bedeutet nicht, dass die Phase umsonst war. Einige der Ansätze sind durchaus für andere Projekte verwendbar. Vor allem war es schön, wie aus der Vielzahl der entstandenen Ideen, aus einem anfangs kleinen Gedanken am Ende unser Baum entstanden ist.“ Auch die gemeinschaftliche Arbeit miteinander stand dabei im Mittelpunkt. Der Projektbetreuer Max Messemer erklärt, dass es dabei für die Schüler wichtig sei, auch die Ideen von anderen annehmen zu können und zu den eigenen zu machen: „Es geht letztlich darum, dass du dich auf Dinge einlässt, die du nicht selbst entwickelt hast, aber dann weiterbringen musst. Nur wenn sich jeder Einzelne als Teil der Gruppe versteht, kann das Projekt gelingen.“ Und das hat es. Gemeinsam wurde das notwendige Material berechnet und bei der Bogener Firma bestellt, dann zugeschnitten und montiert. Nach dem Stamm wurde an der Montage der Äste getüftelt. Dabei mussten zunächst die Probleme mit der Statik gelöst werden.

 

Auch warben die Schüler für die über hundert Pappmaché-Knospen „externe“ Schüler an, denn die mühsame Klebe- und Malarbeit dauerte doch länger als geplant. „Es hat sich unerwartet gezogen durch die vielen Veränderungen und Zeitverzögerungen. Manches ging doch nicht so schnell von der Hand wie gedacht oder die Rahmenbedingungen haben sich geändert. Da muss man ein bisschen flexibel sein!“ beschreibt Michelle Heitzer den Arbeitsprozess. Dennoch oder gerade deswegen sind die Schüler auf ihr Endprodukt „ziemlich stolz“, selbst wenn man die vielen kleinen Schritte bis hin zur fertigen Biokunststoff-Installation nicht mehr sieht. Vor allem hoffen sie, dass der Betrachter nachdenkt über ihr Konzept und begreift, wie wichtig die Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen für die Zukunft sind.

 

Am 24. Juli (11-17 Uhr) können die Besucher selbst einen Blick auf die Installation werfen, denn dann heißen die Initiatoren alle Interessierten zur Ausstellung im Kompetenzzentrum willkommen.

 

Verfasst von StRin Julia Vogel, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit


Erstellt am 22.07.2016 von StR Griesbeck