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Hollywood-Stimmung am Weinberg



Berufliche Oberschule bekommt in Bogen eigenes Film- und Fotostudio

 

Das ganze Areal um den Weinberg in Bogen ist abgeriegelt. Polizeiautos mit Blaulicht versperren die Straßen. In der Staatlichen Berufsschule I haben sich die Filmstars dieser Welt eingefunden und fiebern mit. Endlich verkündet Landrat Josef Laumer: „And the oscar goes to ...“ – diese glorreiche Zukunft prophezeite der Straubinger Stadtrat Peter Ries am Freitag bei der feierlichen Eröffnung des neuen Film- und Fotostudios der Beruflichen Oberschule in Bogen. Neben neuen Filmkameras, Scheinwerfern und verschiedenen Stativen gibt es 22 zusätzliche Computer-Arbeitsplätze. Die Kosten liegen bei rund 290.000 Euro.

 

„Noch vor zehn Jahren haben sich hier Kreissägen heulend durch das Holz gefressen; da wurde verleimt, verzapft und gesägt“, erinnerte sich Johann Dilger, Leiter der Josef-von-Fraunhofer-Schule. Im Laufe der Zeit habe die Zahl der Zimmerer immer weiter abgenommen – bis es ab September 2011 gar keine Klasse mehr gab. Seitdem stand die Werkstatt leer. Zusammen mit Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr und dem damaligen Landrat Alfred Reisinger habe man sich deshalb geeinigt, den Ausbildungszweig Gestaltung anzubieten und die Räume zu einem Filmstudio umzubauen. „Ich denke, das ist wirklich eine gelungene Sache“, resümierte Landrat Josef Laumer.

 

Der Ministerialbeauftragte der Beruflichen Oberschule für Ostbayern, Klaus Vietze, wies darauf hin, dass der Ausbildungsbereich Gestaltung durchaus etwas Besonderes sei. „In jedem Regierungsbezirk gibt es meist nur eine einzige Oberschule, die das anbietet.“ Das Einzugsgebiet der Schüler ist deshalb relativ groß: Sie kommen unter anderem aus Weiden, Passau oder Landshut.

 

Mit dem neuen Filmstudio haben die Schüler des Fachbereichs Gestaltung nun einen Raum für ihre Praxiskurse und eine hervorragende Ausrüstung. „Bisher mussten wir uns in den Keller verziehen“, erklärte Lehrer Markus Ramershoven. Auch Kerstin Ludwig, Schülerin der Klasse 13 G, erzählt: „Es war vorher unglaublich umständlich, immer alles aufzubauen."

 

Außerdem beobachtet Ramershoven, dass die Schüler viel motivierter seien. „Letzte Woche haben wir im Studio gearbeitet und es war mucksmäuschenstill – die Schüler waren so konzentriert bei der Sache, dass sie sich nicht einmal mehr unterhalten haben.“

 

Nach mehreren Reden, unter anderem von Oberstudienrat a. D. Peter Söll und dem Ministerialbeauftragten Klaus Vietze, zeigten die Schüler des Fachbereichs, was ihr neues Studio alles kann: Kerstin Ludwig und Elena Birk führten zum Beispiel vor, wie eine Kamerafahrt funktioniert. Ein zweites Team erklärte den Gästen den Bluescreen. Im Grunde handelt es sich dabei um eine komplett grüne (oder blaue) Leinwand. Am Computer wird dann alles Grüne durch einen anderen, beliebigen Hintergrund ersetzt. Peter Ries, Josef Laumer, Alfred Reisinger und Bogens Bürgermeister Franz Schedlbauer probierten den Bluescreen gleich aus: Sie standen plötzlich zwischen den Pyramiden in Ägypten, inmitten einer wilden Elefantenherde und vergnügten sich am Strand.

 

Quelle: Straubinger Tagblatt vom 31.10.2015

 

Erstellt am 03.11.2015 von StR Griesbeck