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Schüler im Anflug auf die FOS/BOS

Noch sind sie in Real-, Wirtschafts- oder Mittelschulen oder im letzten Ausbildungsjahr, aber viele junge Erwachsene setzen sich sehr intensiv mit der Frage auseinander, was danach kommen soll: Noch einmal die Schulbank drücken oder ab ins Berufsleben? Für Viele ist das eine Entscheidung, die schwer wiegt und die auch gut überlegt sein will.

 

Allerdings auch keine, die einem für immer den Weg verbaut, beruhigt OStR Christian Mocker, Beratungslehrer an der FOS/BOS Straubing. „Es kann auch nach der ‚Lehre‘ weitergehen mit einem Abitur. Die Schultür ist geöffnet für Schüler mit dem mittleren Schulabschluss, ganz egal, ob sie eine Ausbildung haben oder nicht“, so Mocker, der rund um den Informationstag der Beruflichen Oberschule Straubing viele Schüler genau dahingehend berät. Letztlich gebe es also viele Wege, die ans gleiche Ziel, nämlich der allgemeinen Fachhochschulschulreife sowie der fachgebundenen und allgemeinen Hochschulreife, führen. Es gilt nur, für sich den richtigen herauszufinden. Die Berufliche Oberschule bietet hier gute Möglichkeiten:

 
FOS – mittlerer Schulabschluss ebnet den Weg

Schüler mit Mittlerer Reife können in der FOS wählen zwischen den Ausbildungsrichtungen Sozial, Wirtschaft, Technik oder Gestaltung, in denen vertiefter Unterricht in den jeweiligen Profilfächern erfolgt. Im Unterschied zum Gymnasium wird hier der direkte Kontakt zum Berufsleben gesucht, vor allem in der 11. Jahrgangsstufe der FOS: Hier absolvieren die Schüler ein insgesamt halbjähriges Praktikum, das in zweiwöchigem Wechsel mit den Unterrichtseinheiten in der Schule, in Betrieben oder sozialen Einrichtungen stattfindet. Dadurch erhalten die jungen Leute einen Einblick in mögliche zukünftige Tätigkeitsfelder und werden dabei von den Lehrkräften intensiv betreut.

 
BOS – abgeschlossene Berufsausbildung und Mittlere Reife als Schlüssel

Die allgemeine Fachhochschulreife kann nach Abschluss einer Berufsausbildung auf ein Jahr erlangt werden. In einem weiteren kann das fachgebundene oder allgemeine Abitur abgelegt werden. Viele Schüler nutzen diese Möglichkeit, um aufbauend auf ihren Kenntnissen dann an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (ehemals Fachhochschulen) oder Universität zu studieren.

 
Vorklassen – die elegante Variante

Wem das alles zu schnell geht, kann in speziellen Vorklassen die notwendigen Grundkenntnisse erwerben und sich den Eintritt in die 11.Klasse FOS bzw. die 12. Klasse BOS erleichtern. Vor allem dadurch soll die Durchlässigkeit des Bildungssystems gewährleistet und beispielsweise der Weg von der Mittelschule hin zum Abitur geebnet werden. Auch gibt es immer die Möglichkeit, zusätzliche Förderkurse durch Lehrkräfte parallel zum Unterricht zu besuchen. Vor dem Abi gibt es auch Schüler, die in den Ferien Repetitorien anbieten.

 
Die Schule selbst – das wird geboten

Natürlich entscheidet man sich auch für eine Schule, weil es vom Gefühl her passt. So spielen die Umgebung, die Lehrkräfte, die Ausstattung der Schule keine unwesentliche Rolle. Dahingehend gibt die Schulleiterin OStDin Doris Luttner eine kleine Momentaufnahme: Gerade wurde dieses Schuljahr das Film- und Fotostudio in Bogen für die Gestaltungsschüler eigeweiht. Auf 800 m2 Fläche besteht nun die Möglichkeit, im green-room digital bearbeitete Filmsequenzen in HD zu drehen. „Wir könnten theoretisch bei uns einen kompletten, professionellen Film drehen, wir haben ja sogar Kamerakrähne. Der Gestaltertag jede Woche in Bogen ist wie eine andere Welt für mich“, ergänzt Anna-Maria Stierstorfer, Schülerin aus der 13. Klasse. Ihr gefalle auch das freie Arbeiten dort, das durch die Auflösung der Stundentaktung und Konzeption neuer Aufgabenformate durch die Lehrkräfte möglich wird. Das Angebot an zweiten Fremdsprachen kann nächstes Jahr aller Wahrscheinlichkeit nach ebenfalls erweitert werden: „Die Schüler können so zwischen Französisch, Italienisch und bald auch Spanisch wählen“, erklärt StD Christian Steibl, Mitarbeiter der Schulleitung. 

 

Das Interesse der Besucher war dementsprechend groß, vor allem das der jungen Leute für die Ausbildungsrichtung Gestaltung: Die 120 Plätze werden jedes Jahr an Schüler vergeben, die die Aufnahmeprüfung erfolgreich absolvieren. Dabei versuchte Carola Gussor, Lehrerin für Gestaltung und Darstellung, den jungen Bewerbern die Angst zu nehmen: „Es kommt vor allem darauf an, Lust und Spaß am Zeichnen und Malen zu haben. Es ist schön, wenn Sie Talent mitbringen, aber wichtiger ist es, sich auf Unbekanntes einlassen zu können und Lust auf Gespräche über Kunst und Gestaltung zu haben. Und: Ob Sie ein Talent haben, das wissen Sie vielleicht noch gar nicht – das wird sich erst weisen.“ Wünschenswert sei es, so Luttner, wenn sich die Jugendlichen den Weg zum Abitur zutrauen.

 

Verfasst von StRin Julia Vogel, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit


Erstellt am 03.02.2016 von StR Griesbeck