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Naturwissenschaft und Kunst - geht das zusammen?



Studenten des Studiengangs Nachwachsende Rohstoffe zeichnen, schneiden, sägen, kleben, diskutieren, notieren und arbeiten an einem großen Modell im Werkstattraum der FOS/BOS Straubing. Normalerweise wird dieser Raum von den Schülern der Fachrichtung Gestaltung genutzt: Hier entstehen Malereien und Zeichnungen, Design und Kunst. Durch die große Bandbreite an Materialien wie Pappe, Holz, Kunststoff oder Metall ergeben sich für die Schüler vielfältige Möglichkeiten, die eigenen Visionen zu realisieren. Die Werkstatträume der Beruflichen Oberschule Straubing bieten jedenfalls jede Menge Freiraum und Umsetzungsmöglichkeiten für kreative Ideen. Und die kommen diesmal von Studenten des Wissenschaftszentrums, von zukünftigen Naturwissenschaftlern.

 

Max Messemer, Leiter der fachpraktischen Ausbildung für Gestaltung an der FOS/BOS hat seit dem Jahr 2014 einen Lehrauftrag an der Technischen Universität München, genauer gesagt an deren Außenstelle hier in Straubing. Entstanden ist diese Idee einer Verzahnung von Naturwissenschaft und Gestaltung von ihm schon 2011. Die Umsetzung erfolgte dann schließlich im Wintersemester letzten Jahres. Der Grundgedanke dabei ist, dass auch Naturwissenschaftler kreativ tätig sein können - und müssen: „Wenn wir die Umwelt mit unseren Sinnen wahrnehmen können, wird der ordnende Zusammenhang in der Natur für uns körperlich erfahrbar. Das ist eine ungemein wichtige Erfahrung für die Studenten dieses Studiengangs.“, stellt Messemer heraus. Um dieses ‚neue Sehen‘ zu schulen und natürliche Kreisläufe besser verstehen zu können, experimentieren die Studenten in den ersten Lehrveranstaltungen über Licht und Schatten, Form und Oberfläche, Farbe, Raum, Klang und Bewegung. Der Grundsatz seines Modulangebots „Gestaltung und Design mit Nawaro“ lautet: Wissenserarbeitung statt Wissensvermittlung.

 

Nun arbeiten und gestalten also die Studenten an einem gemeinsamen Konzept für das große, repräsentative Treppenhaus im Eingangsbereich des WZ. Das Thema der Wertschöpfungskette bei nachwachsenden Rohstoffen, dem Alleinstellungsmerkmal dieses Studiengangs, soll dort erlebbar, wahrnehmbar und in diesem genutzten Raum dargestellt werden. Hierzu führte Messemer seine Studenten zunächst zum Straubinger Hafen, zum Gründerzentrum, zum BioCubator und Klärwerk, Straubings innovativem Entwässerungsbetrieb. Die Exkursion sollte dazu dienen, sich für die anstehende gestalterische Semesterarbeit Informationen und Anregungen zu holen. Stefan Nahstoll, teilnehmender Student an dieser Lehrveranstaltung, formuliert das Hauptanliegen so: „Es ist wichtig, dass sich unser Studiengang auch nach außen hin präsentieren kann. Deswegen muss unsere Idee nicht nur originell sein, sondern auch unsere Arbeitsschwerpunkte wiederspiegeln. Wir hatten zum Beispiel an die Verarbeitung von Bio-Kunststofffolien oder eine Bepflanzung gedacht.“ Entstehen wird auf jeden Fall ein großes gestalterisches Experiment, das Kunst und Naturwissenschaft verbindet.

 

Verfasst von

Max Messemer, Ansprechpartner fpA Gestaltung & Dozent an der TU München

StRin Julia Vogel, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit


Erstellt am 17.12.2015 von StR Griesbeck