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„Vieles wird nicht richtig kommuniziert“ – Schülerprojekt will aufklären über Plastik

 

Seit November arbeiteten die 27 Schüler der 13G der FOS/BOS Straubing im Rahmen des Englischunterrichts an ihrem Projekt ReThink, welches sie nun präsentiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben. Das Projekt setzt sich mit zahlreichen Aspekten zum Thema Plastik auseinander.

 

Rethink – überdenken. Ein simples Wort, das ein Schülerprojekt der Gestalter der Klasse 13G der Fachoberschule Straubing seinen Namen gibt. Studienrat Felix Armbruster unterbreitete im Oktober 2015 der Klasse seine Idee und stieß auf großes Interesse. „Plastik ist omnipräsent. Alles was wir anfassen, was wir anhaben, besteht zumindest teilweise aus Plastik. Einfach ein bisschen nachdenken und reflektieren. Es geht darum, auf die Verantwortung eines jeden Individuums hinzuweisen und Alternativen aufzuzeigen. Wir nehmen etwas von unserem Planeten, geben zugleich etwas zurück und hinterlassen auch auf lange Sicht etwas. Im Falle von Plastik nicht unbedingt Gutes.“, so der Studienrat.

 

Im Rahmen des Englischunterrichts sollten sich die Schüler mit den Vor- und Nachteilen des allgegenwärtigen Kunststoffs auseinandersetzen. Dies empfanden diese keineswegs als Zeitverschwendung oder als unangebracht angesichts der nahenden Prüfungen für das allgemeine Abitur. Franziska Wimmer betonte, dass das Projekt aufgrund seiner Komplexität und dem wissenschaftlichen Kontext derart anspruchsvoll war, dass es die perfekte Vorbereitung gewesen sei, Texte sowohl auf Englisch zu lesen, als sie auch selbst zu verfassen.

 

Bilingual, individuell und vielseitig

 

Bei ReThink hatten die jungen Gestalter die Möglichkeit, ihr erlerntes Wissen in Gebieten wie der englischen Sprache, Technologie, Chemie oder Design und Gestaltung miteinander zu verknüpfen, um ihre Botschaft optimal vermitteln zu können. So entstand beispielsweise ein beeindruckendes Video in der Stop-Motion-Technik, welches sowohl auf Deutsch, als auch auf Englisch auf dem YouTube-Kanal des Projekts zu finden ist. Des Weiteren wurde eine Website erstellt und mit allen Inhalten, wie Verlaufsprotokolle und Ergebnisse von Experimenten oder vier übersichtlichen Plakaten mit Schwerpunkten wie Mikroplastik oder Plastikalternativen, bestückt.

 

Dem voraus ging die selbstständige Findung eines Designkonzepts durch ein gesondertes Team aus acht Schülern der Klasse. Eine Gruppe widmete sich den rein sachlichen Inhalten, während eine andere mehrere Experimente machte und beispielsweise versuchte, den hartnäckigen Kunststoff mit Chemikalien wie Schwefelsäure, Essigsäure oder Aceton aufzulösen. Nach dem gescheiterten Versuch plastikfrei einzukaufen, fand die Schülerin Maria Krieger passende Worte: Es ist sehr schwer, noch etwas zu finden, das nicht in Plastik verpackt ist. Echt schockierend.“

 

Das verstärkte Bewusstsein hinsichtlich des Gebrauches und auch der Verschwendung des Kunststoffes animierte viele der Schüler, selbst etwas zu ändern. „Es sind so simple Dinge wie Glasflaschen oder Stoffbeutel und Einkaufskörbe, die einen großen Unterschied machen können.“, erklärte Franziska Wimmer und Kerstin Ludwig ermahnte: „Man darf nicht denken, dass man als Einzelner nicht bewegen kann.“

 

Projekt ohne Ablaufdatum

 

Die Experimente sind abgeschlossen und ausgewertet, die Plakate designt, die Website mit allen Inhalten und weiterführenden Links erstellt und die Öffentlichkeitsarbeit über Facebook läuft. Doch solch ein Projekt hat kein Ablaufdatum. Die nachfolgenden Generationen an jungen Gestaltern sollen ReThink weiterführen. Den Schülern der fachpraktischen Ausbildung Gestaltung der 11. Jahrgangsstufe wurde das Projekt von den Initiatoren präsentiert. Die Schüler seien das perfekte Publikum, da sie zum einen das Projekt am Laufen halten sollen und zum anderen sehen, wie ein Ergebnis der Verknüpfung fächerübergreifender Kompetenzen und das Vernetzen von dem, was man bereits beherrscht, mit dem, was es noch zu erlernen gilt, aussehen kann, so Herr Armbruster.

 

Judith Wagner lehrt in der fpA-Gestaltung und formulierte es wie folgt: „Es besteht nicht nur an unserer Schule unbedingter Bedarf an Aufklärung.“ Um eben diese voranzutreiben, fördern die Schüler ihr Projekt nun auch nach dem Abitur weiterhin fleißig und hoffen, damit möglichst viele Menschen zu einem bewussteren Umgang mit Plastik animieren zu können.

 

Impression (Projektpräsentation):

 

(Bild zum Vergrößern anklicken)

 

Verfasst von Tabitha Völkl, Klasse 13G

 

Erstellt am 13.07.2016 von StR Griesbeck