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Ideen für einen Garten der Sinne



Schülerprojekt mit Malteser Hilfsdienst für Menschen mit Handicap

 

Im Malteser-Gebäude in der Lessingstraße hat die Abschlussveranstaltung des Projekts „Café Malta – ein Garten für die Sinne“ stattgefunden. Das Projekt lief vom 20. Februar bis zum 28. Juni und war eine Kooperation der FOS/BOS, der Jakob- Sandtner-Realschule (JSR), des Malteser Hilfsdienstes sowie des Architekten Wolfgang Feldmeier. Aufgabe der Schüler war, einen Garten für Demenzkranke sowie Menschen mit Handicap zu schaffen, was in gründlicher Vorbereitung und Abstimmung mit den Maltesern erarbeitet wurde. Die Pläne mit dem Grundriss der Gebäude und des Gartens bekamen die Schüler vom Architektenbüro. Jetzt präsentierten die Beteiligten ihre gemeinsam erarbeiteten Pläne und realisierten Ideen.

 

Der Garten sollte in zwei Bereiche aufgeteilt werden, erklärte Architekt Wolfgang Feldmeier. In der Ruhezone werde ein Naturgarten mit Pergola Platz finden, außerdem werde eine von Hochbeeten eingefasste Terrasse gebaut. Eine Mauer mit Steckwand, Magnettafel und zum Bemalen mit Kreide werde in der Aktivzone für Interaktion sorgen.

 

Schüler der FOS/BOS stellten die Bepflanzung des Gartens vor. Sie werde ungiftig, die Pflanzen (Wildkräuter) fast alle nutzbar. Es werde eine Wiese geben mit Kräutern, die im Laufe des Sommers beispielsweise zu Tee oder Salbe verarbeitet werden können. Die Schüler fertigten dazu Karteikarten mit Fotos und Verwendungszweck der einzelnen Kräuter, unter anderem Frauenmantel, Löwenzahn oder Baldrian an. In die Steckwand können von den Schülern entworfene Spiele gesteckt werden. Vielseitige Steckmodule machen es möglich, ein Spiel individuell aufzubauen und die Sinne der Gartenbesucher anzusprechen, erläuterten die Schüler und zeigten ihre Ideen: Eine Murmelbahn aus Holz, durch die man neben Murmeln auch Wasser oder Sand laufen lassen kann; das allseits bekannte Spiel Tic Tac Toe aus Holz gefertigt; „Fadenspaß“, bestehend aus Steckhölzchen mit angebundenen Fäden und Glöckchen; ein Wurfspiel aus Holz mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden; eine große Drehscheibe mit drei kleinen Drehscheiben für optische Täuschungen; Fühltafeln aus Holz mit Kronkorken, Steinen, Sägespänen, Schleifpapier und Ähnlichem für den Tastsinn sowie Klangelemente aus Holzresten. Für die Magnettafel wurde ein Spiel vorgestellt, das an Tangram erinnert, allerdings sehr vereinfacht nur aus bunten Dreiecken besteht. Diese Dreiecke aus Magnetfolie können entweder sortiert als Muster oder bunt durcheinander an die Tafel geklebt werden. Für noch mehr Spaß und Abwechslung übergab Messemer bunte Magnetfolien an die Malteser-Mitarbeiter. Aus der Folie können individuelle Formen ausgeschnitten werden.

 

Kräuterwiese, Vogelwelt und Spiele

 

Die Schüler der Sandtner-Realschule beschäftigten sich mit der Vogelwelt im Garten. Ein Vogelbrunnen und Vogelhäuser erschienen den Schülern zu langweilig und so entstand der Plan, ein mit Sand gefülltes Becken zu bauen. An den Ecken könnten verschiedene Vogelhäuschen angebracht werden, die man versetzen kann. In den Sand würden die Schüler gerne einen kleinen Schirm für die Vögel platzieren sowie ein kleines Häuschen mit Wasser- und Futterschalen. Es wäre eine Art kleines Café Malta für Vögel, wie Fachschaftsleiter Jürgen Steinmetzer schmunzelnd sagte.

 

Max Messemer freute sich, dass Architekt Feldmeier auf ihn zukam und zusammen das Projekt des Sinnesgartens durchgeführt werden konnte. Natürlich konnte nicht jede Idee der Schüler verwirklicht werden, aber „die Schüler haben sich viele Gedanken gemacht“, erkannte Feldmeier an, der die Ideen umsetzen wird.

 

Die Schulleiterinnen Doris Luttner von der FOS/BOS und Regina Houben von der JSR dankten allen Beteiligten und freuen sich auf das nächste gemeinsame Projekt. Max Messemer betonte die Besonderheit dieser Zusammenarbeit. Die teilnehmenden Schüler der JSR hätten Werken im Unterricht.

 

Und wer später einen Beruf im handwerklich-gestalterischen Bereich ergreifen wolle, sei ein möglicher künftiger Schüler der FOS/ BOS. Den beteiligten Schülern hat das Projekt viel Spaß gemacht.

 

Straubinger Tagblatt vom 30.06.2017

 

Erstellt am 08.07.2017 von OStR Griesbeck