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Wis­sen­schaft mit klein­sten Teil­chen



Schü­ler der FOS/BOS Strau­bing neh­men am Na­no-Pro­jekt teil

 

In den vergangenen Wochen haben Schüler verschiedener Klassen der FOS/BOS Straubing an einem Projekt teilgenommen, bei dem Forschung und Schule eng und buchstäblich „bis ins Kleinste“ zusammenarbeiten konnten. Die Initiative „Junge Forscherinnen und Forscher“ aus Würzburg hat schon vor einiger Zeit eine viel beachtete Aktion gestartet, bei der über 50 000 Schüler aus ganz Bayern einmal die Praxis der Grundlagenforschung kennenlernen können.

 

Im Rahmen der Initiative besuchen junge Forscher aus Universitäten ausgewählte Schulklassen, nicht nur, um ihnen spezielle Inhalte aus speziellen Anwendungsgebieten zu vermitteln, sondern auch wirklich mit ihnen zu forschen und zu experimentieren. Der wichtigste Nebeneffekt dabei ist natürlich ein vertiefter Einblick in die späteren Tätigkeitsfelder und sogar in den Ablauf von wissenschaftlichen Konferenzen.

 

Insgesamt vier Klassen der FOS und BOS Straubing (beide Vorklassen und zwei elfte Klassen der Ausbildungsrichtung Technik) haben an zwei Terminen unter Anleitung von drei Wissenschaftlern der Universität Würzburg (die Lehramtsstudenten Lisa Kacher und Georg Diezmann und der Doktorand der Chemie Mattias Gerhard) sich dem Thema der sogenannten „Nanotechnologie“ gewidmet.

 

Dass dabei nicht nur Schüler der Fachrichtung Technik vertreten waren, lässt sich auch mit dem ganzheitlichen Ansatz dieser speziellen Thematik erklären: Physikalische und chemische Effekte durch kleinste Teilchen, biologische Organismen und minimale Kräfte sind heute im Alltag, meist ohne dass man davon Kenntnis nimmt, Grundlage für viele Anwendungen in der Technik und Zusammenhänge in der Natur. So wird beispielsweise jede CD oder DVD im Nanometer-Bereich (der unvorstellbar kleine Abstand von einem Milliardstel Meter) durch einen Laserstrahl abgetastet. Aber auch in der Tierwelt nutzen viele Lebewesen Effekte minimalster Oberflächenstrukturen zur Fortbewegung.

 

Nachdem die Schüler an vielen solchen Beispielen die Bedeutung der Nanotechnologie erkannt haben, durften sie durch zahlreiche Experimente die Funktion dieser Effekte nachweisen. Die technologische Umsetzung von Nanotechnologie und die manchmal alltäglichen (auch das Filtern von Kaffee hat mit Nanoteilchen zu tun), aber auch schädlichen Folgen davon (etwa die Umweltverschmutzung durch kaum mehr nachweisbare Teilchen) wurden praktisch erforscht, thematisiert und zuletzt in Rollenspielen debattiert. Zur Ergebnissicherung haben die Schüler dann eigenständig informative Präsentationen erarbeitet. Die positivste Wirkung dieses selbsttätigen Verfahrens ist vor allem die Vernetzung verschiedener Begabungsbereiche der Teilnehmer: Mancher Schüler ist vielleicht sehr gut in der informationsmäßigen Vermittlung eines wissenschaftlichen Ergebnisses, das ein anderer Schüler aufgrund seiner guten praktischen Veranlagung im Experiment erarbeitet hat. Die mehrtägige Zusammenarbeit in Gruppen hat zu solchen Synergieeffekten geführt und den Schülern auch die Bedeutung der Kooperation verschiedener Arbeitsbereiche selbst in einem relativ speziellen naturwissenschaftlichen Themenfeld vor Augen geführt.

 

Straubinger Tagblatt vom 03.08.2017


Erstellt am 03.08.2017 von OStR Griesbeck