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Über den Umgang mit Menschen lernen



Etikette-Trainerin Gabriele Stocker klärt an der FOS/BOS über die „Dos and Don`ts“ auf

 

„Gute Umgangsformen sind heute gefragter denn je. Ob im Geschäftsleben oder im privaten Bereich: Die Art, wie wir auftreten, uns bewegen und verhalten, hinterlässt beim Gegenüber einen bestimmten Eindruck – entscheidet über Sympathie oder Antipathie. Soft Skills sind neben der fachlichen Kompetenz unabdingbar, um im Berufsleben erfolgreich zu sein.“ So versucht Gabriele Stocker, Etikette-Trainerin, den Schülern ihr Anliegen zu vermitteln. Nach einem ersten Besuch im Dezember bei der Vorklasse vermittelte sie dieses Mal den jungen Männern der Flüchtlingsklasse der FOS/BOS Straubing wichtige Umgangsformen, die ihnen bei der Suche von zukünftigen Praktika und Ausbildungsstellen helfen können.

 

Die Trainerin versucht auch, das oft vorurteilsbehaftete Bild des Knigge, benannt nach dem Aufklärer Adolph Freiherr von Knigge (1752 – 1796), ins rechte Licht zu rücken. Ihm ging es mit seinem Ratgeberwerk „Über den Umgang mit Menschen“ vielmehr darum, mit seinen durchaus weltkundigen Erläuterungen für mehr Taktgefühl und Höflichkeit im zwischenmenschlichen Umgang zu werben. Das Stigma des Benimm-Lehrmeisters bekam er eher nach seinem Tod.

 

Gabriele Stocker macht daher deutlich, dass die Vorteile eines guten Benehmens vor allem damit zu tun haben, dass man dadurch Sicherheit im Umgang mit anderen erlangt und so schneller eingebunden ist in die Gesellschaft. Sie geht dabei auf den freundlichen Gruß oder Pünktlichkeit bei privaten oder beruflichen Terminen ein, was durchaus einen Eindruck beim Gegenüber hinterlässt. Kleidung, auch Accessoires, Körpersprache und eine gepflegte Erscheinung tragen oft bei Vorstellungsterminen zu einem ersten positiven Bild bei. Dass das reichlich oberflächlich ist, mag sein, unsere Psyche funktioniert hier jedoch eher unterbewusst.

 

Dennoch ging es bei dem Vormittag der Referentin vergangene Woche eher darum, die jungen Männer für ihre ersten Kontakte in der Arbeitswelt vorzubereiten – auch, wenn tatsächlich einmal ein Geschäftsessen anstehen sollte. „Vieles von dem, was das höfliche Vorstellen und das erste Gespräch betrifft, wurde auch schon im Unterricht besprochen. „Das erleichterte es mir ungemein, mein Anliegen zu vermitteln“, sagt Stocker. Die Jungs sind angesichts des Trainings einerseits beruhigt, denn die grundlegenden Umgangsformen unterscheiden sich nicht so viel von denen in ihrer Heimat. Gastfreundschaft und Höflichkeit spielen in der arabischen Welt eine sehr große Rolle. Dennoch kann der Kurs nicht schaden, sagen viele, denn man erlange die notwendige Sicherheit über die gängigen Umgangsformen, auch den förmlichen Tischmanieren. Das kann Frau Stocker auch bestätigen, denn viele Firmen, Behörden und auch Schulen buchen sie, damit die Teilnehmer vor allem in Hinblick auf gewisse Dos and Don’ts bestätigt oder verbessert werden, denn diese Regeln ändern sich auch und solche Dinge werden im Team ungern direkt angesprochen. Der Kurs bietet somit auch die Möglichkeit, sich selbst noch einmal auf einen angemessenen Umgang gegenüber seinen Mitmenschen zu prüfen.

 

Verfasst von StRin Julia Vogel, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit


Erstellt am 17.02.2017 von OStR Griesbeck