Aktuell
Unsere Schule
Kontakt
Anmeldung
Termine
Formulare
Personen
Schulleben
Fos
Bos

Schulberatung
Fachpraktikum
Projekt-Forum
Erasmus+
Medien
Schulkooperationen
Lehrerausbildung
REthink
Impressum
Umweltschule 2016



Umweltministerin ehrt südbayerische Umweltschulen - darunter auch viele aus Straubing

 

Dorfen/Hilpoltstein. In der ersten von drei Auszeichnungsveranstaltungen überreichte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf den erfolgreichen Schulen die Auszeichnung „Umweltschule in Europa/Internationale Agenda 21-Schule für das Schuljahr 2015/16“ im Gymnasium Dorfen.

 

Für die Ministerin seien die durchgeführten Projekte in mehrfacher Hinsicht wichtig, da sie das persönliche Engagement und die Eigeninitiative junger Menschen fördern, sowie einen Beitrag zu mehr Umweltschutz im Schulalltag leisten. Zudem tragen Umweltschulen durch ihr Engagement dazu bei, einen nachhaltigen, generationengerechten Lebensstil zu entwickeln.

 

Der Titel „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“

 

Diese Auszeichnung erhalten Schulen, die zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit durchführen, dokumentieren und einer Jury präsentieren. Die Jury aus Mitgliedern des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, des Bayerischen Kultusministeriums, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen sowie des LBV als Koordinator dieser Auszeichnung entscheidet über die Vergabe des Titels.

 

Schon wieder neuer Rekord

 

320 bayerische Schulen werden in diesem Jahr die Auszeichnung erhalten. Das sind wieder deutlich mehr als im Vorjahr; da waren es 275. Für Birgit Feldmann, der Landeskoordinatorin im LBV, sei dabei besonders erwähnenswert, dass alle bayerischen Schularten bei dieser Auszeichnung vertreten sind. Ganz gleich ob Grundschulen, Förderschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien, FOS/BOS, Berufsschulen, Wirtschaftsschulen oder private Schulen – in jedem Bereich lasse sich Umweltbildung realisieren.

 

Einblicke in die breite Themenpalette der Straubinger Schulen

 

Am Auch die Bandbreite der gewählten Themen zeigt, mit welcher Kreativität und Fantasie sich viele Schulen aus Straubing diesem Bereich widmeten:

 

An der FOS/BOS Straubing wurde im Rahmen des Fremdsprachenunterrichtes Englisch mit der 13. Klasse der Ausbildungsrichtung Gestaltung die Thematik "plastic and it‘s environmental impact" behandelt. Daraus entstand die Idee, eine Aufklärungskampagne zum Nutzen und den Risiken von Plastik sowie den Möglichkeiten der Reduktion des Plastikverbrauches zu konzipieren. Die Schüler gestalteten zusammen mit StR Felix Armbruster für ihr „Rethink“-Projekt Infografiken, führten Experimente durch und programmierten eine bilingual gestaltete Website, für die sie ein eigenes Designkonzept samt Logo entwickelten (www.fosbos-straubung.de/rethink/).

 

Die Arbeit am Johannes-Turmair-Gymnasium stand heuer im Zeichen der Artenvielfalt: Unter Anleitung von OStRin Carola Pannermayr wurden eine Blumenwiese, ein Teich und mehrere Schmetterlingsbeete angelegt. Die ersten Bienenvölker sind eingezogen und ein Bauwagen – die künftige Forschungsstation – wurde renoviert. Darüber hinaus beschäftigten sich die Schüler im Rahmen von Unterricht, Projekten und zwei NAWARO-Kursen mit dem Rohstoff- und Energiewandel sowie den Perspektiven nachwachsender Rohstoffe.

 

An einem Praxistag an der Marianne-Rosenbaum-Berufsschule brachten die Schüler des Berufsgrundschuljahres für Landwirtschaft den Kindern der vierten Klasse der Grundschule St. Peter in Straubing alles „Rund ums Getreide“ näher. Dieser Aktionstag fand auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Franz Schreyer in Straubing statt. In fünf Stationen durchliefen die Schüler der Grundschule den Weg des Korns von der Aussaat bis zur Ernte des Getreides. Am Ende fand als Höhepunkt eine Verköstigung der Getreideprodukte statt, organisiert und durchgeführt von den Ernährungs- und Versorgungsklassen der Außenstelle Mitterfels.

 

Die Arbeiten im Schulgarten des Anton-Bruckner-Gymnasiums wurden durch Schüler aus den Ganztagesklassen im Wahlfach fortgeführt. Im Herbst waren sie mit der Ernte, dem Trocknen der Samen und dem Einwintern der Duftpflanzen beschäftigt. Beim Drahtblumendrehen und dem Bau einer Vogeltränke stellten die Schüler ihr handwerkliches Geschick unter Beweis. In den Hochbeeten wächst ausreichend Naschgemüse für gemeinsame Brotzeiten. Auch das Vogelhaus ist mit einem Starenpärchen bewohnt, das die Schüler nun regelmäßig bei der Aufzucht der Jungen beobachten können. Außerdem besiedelt ein neues Bienenvolk für gezielte Beobachtungen an soziallebenden Insekten den Schulgarten (siehe Homepage).

 

Mut zum Mitmachen!

 

Allen Beiträgen ist gemeinsam, dass die Schüler überall in die Projektentwicklung und -umsetzung mit einbezogen wurden und so hautnah erleben konnten, wie sich ihr Beitrag positiv auf das Schulleben und die Umwelt auswirkt. Einig waren sich alle Beteiligten, dass sich durch diese Projektarbeit Kompetenzen und Werthaltungen fördern lassen, die auch weit über den Schulalltag hinaus wichtig sind. Und auch der Preis an sich regt an zur Nachhaltigkeit: Viele Schulen sind schon über zehn Jahre dabei, um das Thema konsequent ins Schulprofil einzubauen. Für das laufende Schuljahr können sich interessierte Schulen noch bis zum 20.11.2016 unter www.lbv.de/umweltschule anmelden.

 

Verfasst von StRin Julia Vogel, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit


Erstellt am 09.11.2016 von StR Griesbeck