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Zeitungsprojekt der FOS-Vorklasse



Ist eine Zeitung wirklich noch lesenswert? Die Zeitung ist ein Printmedium, das aus dem Alltag immer mehr verschwindet, obwohl es eine wichtige Funktion im Bereich der Informationsbeschaffung und Meinungsbildung übernimmt. Das Internet mit seinen endlosen Weiten tritt an deren Stelle. Ein Abonnement einer Tageszeitung? Für viele Schülerinnen und Schüler nicht mehr Teil ihrer Lebenswelt.

 

„Warum auch? Das Internet bietet mir doch aktuellste Informationen und filtert aufgrund meiner Suchanfragen doch auch noch heraus, was mich interessieren könnte!“, so erste Vorbehalte gegen die Zeitung als altgedientes Medium.

 

Nichtsdestotrotz konnten sich die Schüler der FOS Vorklasse schnell für das Projekt „Zeitung in die Schule - Schule in die Zeitung“ in Zusammenarbeit mit dem Straubinger Tagblatt begeistern und sich darauf einlassen. So wurde ihnen durch die Deutschlehrkräfte Edith Fedeneder und Theresa Vollath ein angeleiteter Zugang zur regionalen Tageszeitung im Rahmen des Deutschunterrichtes ermöglicht: Vier Wochen lang bekamen die Schülerinnen und Schüler das Straubinger Tagblatt gratis in die Schule geliefert und konnten Tag für Tag das aktuelle Weltgeschehen und regionale Neuigkeiten verfolgen. Das Projekt startete unmittelbar nach dem tragischen Rathausbrand in Straubing. Die Berichterstattung dieses Ereignisses wurde beispielsweise von den Schülerinnen und Schülern umfassend dokumentiert und in einem Portfolio aufbereitet.

 

Im Unterricht wurden neben theoretischen Grundlagen wie verschiedene Sachtextsorten und –arten der Zeitung auch tagesaktuelle Themen und Ereignisse aufgegriffen und das Wissen abwechslungsreich direkt angewandt. Textsorten wie die Reportage, der Kommentar oder der Bericht wurden analysiert und bildeten die Grundlage für eigene Artikel und für die Vorbereitung auf die Schulaufgabe.

 

Neben Textverstehen, Informationsbeschaffung und selektivem Lesen bestand ein weiterer Kompetenzzuwachs darin, dass die Schülerinnen und Schüler sich mit unterschiedlichsten Thematiken auseinandersetzten und anhand des Tagesgeschehens einen neuen Blickwinkel auf diese Themen erhielten, um in einen kritischen Dialog mit Mitschülern und Lehrkräften treten zu können.

 

Aber auch das Printmedium Zeitung an sich wurde kritisch hinterfragt. Ist das Internet nicht viel „besser informiert“? Was sind die Gefahren und Vorteile der Informationsbeschaffung im Internet und was wiederum die einer Zeitung? Wer bestimmt überhaupt, was es in die Zeitung schafft?

 

Nicht nur diese Fragen konnte die Redakteurin Eva Rothmeier, Redakteurin beim Straubinger Tagblatt, umfassend beantworten. Am Dienstag, den 20.12.2016 besuchte sie im Rahmen des Deutschunterrichts als Abschluss des Zeitungsprojektes die FOS Vorklasse und stellte auf anschauliche Art und Weise die einzelnen Schritte der Entstehung der Zeitung dar und informierte über ihre Arbeit in der Redaktion. Daraus entwickelte sich gegen Ende der Stunde eine offene Fragerunde, die sich aus dem Wissensdurst der Schüler ergab: Wann geht die Zeitung in den Druck? Wie war das beim Brand des Rathauses: Was war ursprünglich für das Titelblatt vorgesehen? Was wird in einer Redaktionskonferenz besprochen? Wie geht ein Redakteur mit sensiblen Informationen um? Was ist der meistgelesenste Teil der Zeitung?

 

Der Schnelligkeit und die damit einhergehende unschlagbare Aktualität des Internets ist sich auch die Redakteurin bewusst – was sie aber eher als Bereicherung zum Printangebot ansieht. „Wir unterhalten auch eine Homepage, IDOWA, die natürlich ebenfalls von uns Redakteuren gepflegt wird, es gibt ein E-Paper und auch eine App.“ Um wieder mehr Jugendliche und junge Erwachsene für sich zu gewinnen und um sich dem technischen Fortschritt nicht zu verschließen, unterhält das Straubinger Tagblatt außerdem den Snapchat Account „freistunde“, den die Schülerinnen und Schüler direkt ausprobierten.

 

Verfasst von Theresa Vollath, StRefin

 

Erstellt am 18.01.2017 von StR Griesbeck