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Eskalation vermeiden



Pro­jekt zur Ge­walt­prä­ven­ti­on an der FOS/BOS

 

ernd Huber, Kriminalbeamter der Polizei Straubing, besuchte die FOS/BOS, um Schülern der 11. und 12. Jahrgangsstufe Wissenswertes und einfache Techniken zur Bewältigung möglicher Konfliktsituationen an die Hand zu geben. Wie verhalte ich mich in Konfliktsituationen und wie schütze ich mich vor gewalttätigen Übergriffen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt.

 

Bernd Huber betonte, dass es in erster Linie immer darum gehen müsse, gefährlichen Situationen nach Möglichkeit aus dem Weg zu gehen und Eskalationen zu vermeiden. Dazu gehört ein verantwortliches Verhalten, zum Beispiel in Bezug auf den eigenen Alkoholkonsum oder die Achtsamkeit gegenüber anderen, ebenso wie ein selbstbewusstes und bedachtes Auftreten in Problemsituationen. In diesem Zusammenhang übten sich die Schüler darin, durch Körperhaltung, Gestik und Mimik sowie durch den Einsatz der eigene Stimme Grenzen abzustecken.

 

Zunächst fiel es einigen Jugendlichen sichtlich schwer, selbst die Annäherungsversuche der ihnen bekannten Mitschüler abzuwehren oder der eigenen Stimme eine gewisse Schärfe zu verleihen. Bernd Huber erläuterte jedoch eindringlich, wie wichtig es sei, deutlich zu machen, welches Verhalten man nicht bereit ist zu tolerieren. Mit einem bestimmten Auftreten, ohne dabei zu provozieren, ließen sich viele gefährliche Situationen im Vorfeld abwenden.

 

Dennoch könne es natürlich passieren, dass der Konflikt trotz aller Versuche eskaliere und man dazu gezwungen sei, sich zu verteidigen. Hier wurden den Schülern einfache und schnell zu erlernende Techniken gezeigt, um den Angreifer auf Distanz zu halten oder ihn dazu zu bewegen, von seinem Opfer abzulassen. Eine Übung beeindruckte dabei besonders: Einige Teilnehmer zogen sich Hose und Jacke über die eigene Kleidung. Nun war es die Aufgabe von drei zu Angreifern bestimmten Personen, dem Opfer diese Kleidungsstücke wieder auszuziehen. Dabei war es diesem nur gestattet, passiven Widerstand zu leisten. Das bedeutet sich einzurollen, die Kleidung festzuhalten, die Körpermuskulatur anzuspannen oder zu schreien.

 

Am Ende der Übungseinheit war es keinem der Angreiferteams gelungen, auch nur ein Kleidungsstück zu entfernen.

 

Straubinger Tagblatt vom 22.11.2017


Erstellt am 02.12.2017 von OStR Griesbeck