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MINT-Schule 2017



Er­neu­te Aus­zeich­nung für FOS/BOS

 

Die FOSBOS Straubing wurde nach der Erstverleihung des Titels einer „MINT-freundlichen Schule“ im Jahr 2014 im aktuellen Schuljahr zum zweiten Mal mit dieser Ehrung ausgezeich-net und damit für ihre kontinuierlichen Bemühungen im Bereich der mathematisch-technisch-naturwissenschaftlichen Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler belohnt.

 

Im Bild (v.l.): Dr. Christof Prechtl, Leiter Abteilung Bildung und Integration bei der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Staatssekretär Georg Eisenreich, Andrea Buchsteiner-Bromme, Mitarbeiterin der Schulleitung der FOS/BOS, Frank Stutz, MINT-Beauftragter an der FOS/BOS, und Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender „MINT Zukunft schaffen!“.

 

Die Ehrung der Schulen in Bayern, die unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK) steht, zielt dabei gerade auf die Anforderungen der aktuellen Bedürfnisse nach einer Förderung der mathematisch-naturwissenschaftlichen und technischen Kompetenzen ab. Staatssekretär Georg Eisenreich betonte bei der feierlichen Preisverleihung in München in diesem Zusammenhang auch besonders die hohe Bedeutung, die dieser Ausbildungsrichtung zukommt: „Unsere Schulen sind von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, junge Menschen für Wissenschaft und Technik zu begeistern. Je früher Talente entdeckt werden, umso gezielter können sie bei ihrer Entfaltung gefördert werden. ‚MINT-freundliche Schulen‘ nehmen sich dieser Aufgabe in beispielhafter Weise an. Mit diesem Signet ist für Schülerinnen und Schüler, für deren Eltern und auch für Unternehmen sichtbar: MINT-Förderung hat an diesen Schulen einen besonders hohen Stellenwert. Mit ihrem Engagement eröffnen sie ihren Schülerinnen und Schülern bestmögliche Chancen für eine erfolgreiche Zukunft in einem MINT-Beruf oder -Studium. Zugleich leisten sie einen Beitrag zum Fortschritt des Wissenschafts- und Wirt-schaftsstandorts Bayern“.

 

Umgesetzt wurden diese vielfältigen Anforderungen an der Beruflichen Oberschule Straubing durch eine Vielzahl einzelner Maßnahmen, die – miteinander sinnvoll vernetzt und teilweise aufeinander aufbauend – den Ausschlag für die nach der ersten Auszeichnung im Jahr 2014 nun schon zum zweiten Mal verliehene Auszeichnung gaben: Eine Säule, so erläutert Frank Stutz, Lehrer an der FOSBOS in Straubing, besteht darin, Schülerinnen und Schüler überhaupt erst zu ermuntern, sich für mathematische und naturwissen-schaftliche Phänomene zu begeistern. „Uns ist es ein zentrales Anliegen, den MINT-Unterricht fortwährend zu verbessern, um unseren Schülerinnen und Schülern Mut zu machen, ihre Talente im MINT-Bereich zu entdecken und zu entwickeln.

 

Aber auch Einzelmaßnahmen und Projektentwicklungen von Schülerinnen und Schülern bildeten einen Baustein bei der Förderung dieser Kompetenzen: So erstellte ein Schüler unter der Begleitung seines schulischen Betreuers Dr. Otto Heitzer von April 2015 bis März 2016 einen Beitrag zum Wettbewerb „Jugend forscht“ zum Thema „Konzeption und Bau eines Algenreaktors“. Die Anlage im Labormaßstab soll Möglichkeiten zur CO2-Fixierung bei Blockheizkraftwerken aufzeigen bzw. die CO2-Fixierung bei stofflicher oder energetisch gebildeter Biomasse darstellen.

 

Auch als „Technik-Scouts“ waren die Schüler unterwegs: In den Jahren 2015 und 2016 nah-men Schülergruppen am gleichnamigen Wettbewerb, dem Team-Wettbewerb rund um technische Berufsbilder, veranstaltet vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e.V., teil. Unter anderem wurden dabei Filmbeiträge zu den Berufen Elektroingenieur und Architekt, sowie Audiobeiträge zum Berufsbild des Maschinenbauingenieurs und der Biotechnologie in Gruppen zwischen sechs und 15 Schülerinnen und Schüler erstellt.

 

Einen zentralen Aspekt des Kompetenzerwerbs stellt auch die Partnerschaft mit dem Yrkesgymnasiet in Umeå / Schweden dar, die im Rahmen des Programms ERASMUS+ initiiert wurde. Liegt der Schwerpunkt an der Fachoberschule Straubing bei der fachpraktischen Ausbildung (fpA) in der Elektro- und Metalltechnik, so legt das Yrkesgymnasiet in Umeå in der fpA den Fokus hingegen auf die Bereiche Bau- und Holztechnik. Somit ergeben sich hier Synergieeffekte, die bei entsprechender Nutzung und einem lebhaften Austausch allen Beteiligten erheblichen Kompetenzzuwachs ermöglichen.

 

Aber auch Kooperationen mit anderen Schulen in der Region gehören untrennbar zum Konzept der Beruflichen Oberschule in Straubing: Dies zeige sich, so die Verantwortlichen, z.B. in der Kooperation mit der wichtigsten Partnerschule, der Jakob-Sandtner-Realschule in Straubing. Besonders durch diese Partnerschaft sei es gelungen, jüngere Schülerinnen und Schüler von den Themen aus Natur und Technik zu begeistern. Im Zuge eines „Laborführerscheins“ etwa konnten nicht nur wissenschaftliche Fragestellungen, sondern auch schulische Laufbahnfragen geklärt werden.

 

Mit diesem naturwissenschaftlich-technischen Gesamtpaket hat die Berufliche Oberschule Straubing wesentlich dazu beigetragen, einen Baustein in der Förderung junger Menschen auf dem MINT-Gebiet zu setzen und gleichzeitig ihre Schülerinnen und Schüler für die Anforderungen technischer Berufe und Studiengänge fit zu machen – und genau das soll die Ehrung hervorheben, wie Thomas Michel, Geschäftsführer der Informatik-Dienstleistungsgesellschaft, es ausdrückt: „Es gilt, die digitale Mündigkeit und persönliche Souveränität von Schülerinnen und Schülern zu stärken, sie auf die digitalisierte Welt vorzubereiten, insbesondere durch das Lernen mit und über digitale Medien und Technologien, über informationelle Selbstbestimmung und die Vermittlung einer soliden informatischen Grundbildung. Stolz zeigte man sich deshalb auch an der Schule selbst, wird doch die Auszeichnung einer MINT-freundlichen Schule für alle an diesem Projekt Beteiligten sichtbar, für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie für die Öffentlichkeit.

 

Straubinger Tagblatt vom 16.12.2017


Erstellt am 16.12.2017 von OStR Griesbeck