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Respekt vor Rettern



Gestaltungsschüler kreieren Logo für Aktion, die bundesweit Vorbild sein will

 

„LASS retten“, das wird der neue Slogan des „Aktionsbündnisses Gewerkschaft der Polizei – Feuerwehr – Rettungsdienste Niederbayern“. Gemeinsam will man die Gesellschaft für das Thema Übergriffe gegenüber Einsatzkräften sensibilisieren. 110 Schüler des Gestaltungszweigs der FOS/BOS haben sich dazu bei einer dreitägigen Projektarbeit Gedanken gemacht, wie sie das Thema mit Grafiken, Schlagworten oder Merksätzen in den Köpfen der Menschen verankern können. Der Staatsminister für Unterricht und Kultus, Bernd Sibler, dankte bei der Preisverleihung für die besten Arbeiten, die zukünftig die Kampagne gegen Pöbeleien und Übergriffe auf Rettungskräfte begleiten sollen, den Blaulichtvertretern für ihren Einsatz und den Schülern für ihre Kreativität.

 

An rotweißen Absperrbändern hatten Schüler ihre Vorschläge für Logos und Slogans aufgehängt. Der kurze, aber eindringliche Appell von Fabian Wislsperger „LASS retten“ gewann. Der 18-Jährige, der selbst einmal bei der FFW war, hatte „spontan die Idee“. Er wollte etwas Prägnantes. Wislsperger verfolgte zwar noch andere Ansätze, kam aber wieder auf die „Idee Nummer eins“ zurück.

 

Als Comiczeichnung visualisierte Anna Tamm (18) die Situation bei einem Einsatz, der nicht glücklich verläuft. Vier säulenartige Figuren treffen aufeinander, „das zeigt, dass alle Menschen gleich sind“. Drei erkennt man als Rettungskräfte mit Pistole, Rot-Kreuz-Binde oder Feuerwehrhelm, den wütenden Pöbler, der sich durch ihre Rettungsarbeit gestört fühlt, am lauten Mundwerk. Dafür gab es einen Sonderpreis.

(Bild zum Vergrößern bitte anklicken!)

 
Respekt für Retter

Mit einer kleinen Erklärung erschließt sich das neue Logo für das Aktionsbündnis sofort. Ein Mensch ist darauf zu finden. Regina Stolz (17), Katrin Kaindl (18) und Sebastian Furtner (18) haben ihn so gestaltet, dass linke Hand und beide Beine in „Einsatzrot“ ein „R“ bilden. Der andere Arm und Kopf sind in „Blaulicht“ gehalten. Das „R“ steht für „Retten“ und damit für alle Rettungskräfte, aber auch für „Respekt“, den man für die Menschen haben muss, die anderen zu Hilfe eilen, erklären die Schüler. Slogans, wie „Die Menschen, die euch schützen, unterstützen!“ oder „Der wichtigste Aspekt ist der richtige Respekt!“, die von Katharina Egger (18) und Lina Ghali (17) im „reimenden Rap-Gespräch“ entwickelt wurden, sollen die Kampagne zum Schutz von Rettungskräften zusätzlich unterstützen.

 
Herz und Charakter bilden

Staatsminister Sibler, der sich selbst seit Jahren beim BRK engagiert, dankte den Schülern für ihr Engagement und betonte, dass bayerische Schulen nicht nur Lehrstoff vermitteln, sondern auch „Herz und Charakter bilden sollen“. Die vermehrten Übergriffe gegenüber Helfern und Rettern seien ein „dickes Thema“.

 

Landrat Josef Laumer betonte ebenfalls den hohen Wert von Ehrenamtlichen, die sich für die Gesellschaft einsetzen und wünschte sich weitere solcher gelungener Aktionen. Begrüßt hatte Schulleiterin Doris Luttner die zahlreichen Vertreter des Bündnisses, die Ehrengäste und die Schüler.

 
Vorbild aus Niederbayern

Nachdem die tätlichen Angriffe auf unsere Helfer auch in Niederbayern immer mehr zugenommen haben, schlossen sich die Polizei, vertreten durch die GdP-Bezirksgruppe Niederbayern, die Feuerwehr, vertreten durch den Bezirksverband Niederbayern, und die Rettungsdienste, vertreten durch das BRK und die Malteser, zu einem Bündnis zusammen.

 

Martin Lehner von der Polizeigewerkschaft verdeutlichte, dass in Niederbayern durchschnittlich jeder Beamte mindestens einmal pro Jahr mit einem Angriff zu rechnen habe. Man wolle die Polizei aber nicht martialisch aufrüsten. Sie sei Teil der Gesellschaft, die man schützt und der man hilft, in dieser wieder mehr Verständnis für die Arbeit von Rettungskräften und Respekt vor der Uniform zu vermitteln. Das Aktionsbündnis werde mit den Logos und Slogans der FOS/BOS-Schüler niederbayernweit werben, in Medien und vor Ort. Man hoffe, dass man von Niederbayern als erste „Offensive gegen Gewalt gegenüber Hilfskräften“ bundesweit ein Vorbild für Nachahmer sein wird.

 

Straubinger Tagblatt vom 07.07.2018


Erstellt am 07.07.2018 von OStR Griesbeck