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An die Wahlurnen!



U-18-Wähler der FOS/BOS Straubing geben ihre Stimme ab

 

„Mit Populismus und Wirtshausparolen kann man uns nicht fangen“, sagt eine Wählerin nach dem Verlassen der Wahlkabine und fügt hinzu: „Nur weil die Parteien einfache Lösungen anbieten, heißt das nicht, dass es so etwas gibt.“ Sie war das erste Mal wählen – und das vor ihrem 18. Geburtstag. Möglich gemacht hat dies das U-18-Projekt zur Landtagswahl Bayern, bei dem unter der Schirmherrschaft des Bundesjugendrings sowie des Bayerischen Jugendrings auch minderjährigen Schülern die Möglichkeit geboten wurde, ihre Stimme abzugeben. Mit dabei waren auch Schüler der FOS/BOS Straubing.

 

Eine Woche vor der Landtagswahl bekommt die Klasse 12bS der Fachoberschule Post. Kabinen werden hereingetragen, Wahlzettel vorbereitet, sogar echte Wahlurnen stellen sie auf. Es soll alles genau so sein wie am Wahltag kommenden Sonntag. Denn dort bleiben für viele Schüler die Türen verschlossen, da sie offiziell noch nicht wahlberechtigt sind. „Aber in ein, zwei Jahren sind sie das, und daher“, meint Fabian Lettow, Sozialkunde-Fachbetreuer, „sind ein fundiertes politisches Wissen und Meinungsbildung gerade bei dieser Altersgruppe so wichtig. Sie sind die Zukunft von morgen.“

 

Insgesamt durften so knapp 180 Schüler der Vorklassen, 11. und 12. Klassen ihre Stimme abgeben. Sie hatten sich die Woche zuvor im Sozialkunde- und Geschichtsunterricht über Parteiprogramme und das Wahlsystem informiert. Jetzt durften sie wie in über 400 anderen Wahllokalen in ganz Bayern auch ihre Kreuzchen bei der U-18-Wahl setzen. Streng geheim fanden die Auszählungen der Wahlhelfer statt und das Ergebnis wurde von den Schülern gespannt erwartet: Bei den verrechneten Erst- und Zweitstimmen bekamen die Grünen die meisten Prozentpunkte. Die CSU landete auf dem zweiten Platz, gefolgt von der SPD. Insgesamt schnitten vor allem Parteien mit deutlich ökologischer Ausrichtung besser ab als im Straubinger U-18-Durchschnitt.

 

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

 

Lettow meint, dass dies offensichtlich ein Signal an die Politik darstelle. Der Wunsch nach einem kompromissloseren Schutz des Planeten und sozialer Gerechtigkeit sei für viele Schüler zentral. Bei diesen kam die Wahlaktion sehr gut an. Da war auch nichts zu spüren von Politikverdrossenheit oder mangelndem Interesse. Die Hinführung und Begleitung bei der ersten Wahl waren jedoch entscheidende Gelingensfaktoren, von der die echten Landtagswahlen in naher Zukunft sicherlich profitieren werden.

 

Verfasst von StRin Julia Vogel, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit


Erstellt am 12.10.2018 von OStR Griesbeck