Aktuell
Stundenpläne
Unsere Schule
Kontakt
Anmeldung
Termine
Formulare
Personen/Gremien
Schulleben
Fos
Bos

Schulberatung
Fachpraktikum
Projekt-Forum
Erasmus+
Medien
Schulkooperationen
Lehrerausbildung
REthink
Datenschutz
Impressum
Das Auge hört



Gestalter besuchten am 17. Mai die Ausstellung „Das Auge hört“ von Sebastian Lettner

 

Die SchülerInnen haben sich intensiv mit Sebastian Lettner ausgetauscht und dessen Bilder und künstlerische Auseinandersetzung mit den Räumen der Kraftzentrale besprochen.

 

(Bild anklicken, um Video zu starten)

 

Die Bilder von Sebastian Lettner hängen von der Decke, knapp unter dieser erklingt die Musik von Andreas Dombert, der mit Gitarre und Verstärker per Leiter dort hinaufgestiegen ist. Nicht das einzige Ungewöhnliche. „Das Auge hört“ lautet der Titel der Ausstellung mit Konzert oder dem Konzert mit Ausstellung in der Kraftzentrale. Für Bild und Ton der beiden Künstler galt: minimalistisch. Und damit eindrucksvoll.

 

Sebastian Lettner, Jahrgang 1982, ABG-Abiturient, studierte an der Münchner Kunstakademie und lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Berlin. „Wie kann ich visuell etwas Akustisches darstellen?“ Diese Frage treibt Lettner an. Die Idee, dass Bilder einen Klang haben oder einem Geräusch folgen, fasziniert ihn, dabei braucht so ein Bild gar keine Aussage, sondern Lettner will damit mehr ein Gefühl vermitteln. „Meine Arbeiten sollen über den Bauch, nicht über den Kopf funktionieren“, erklärt Lettner. Es gehe nicht darum, ein Bild zu präsentieren, sondern einen Zustand oder eine Situation. Größe vermittelt für ihn eine gewisse Intimität, daher brauchen seine Ölgemälde mit sehr sensible Farbkontrasten, für die er sich viel Zeit lässt, viel Raum.

 

Entweder sind seine Arbeit sehr groß, oder wirklich klein (Pastell auf Papier), wobei die kleineren für Lettner „lauter schreien“, die großen seien nicht so aggressiv und man kann sich mehr darin verlieren.

 

Andreas Dombert ist von der Kraftzentrale als Veranstaltungsort begeistert und findet sie ideal für seine Minimalmusik: „Ich mache die Wiederholungen stark, ich versuche schöne Akkorde, Akkordunterbrechungen oder Melodien zu finden, die man wiederholt.“ Damit hört man genauer hin, verdeutlicht er und erklärt: „Wenn man einen Akkord zum 27. Mal hört, klingt der anders, als beim dritten der Reihenfolge, da entsteht was Neues. Es wird nicht langweilig, wenn man etwas immer wieder hört, weil man da immer wieder etwas Neues heraushören kann. Ein psychoakustisches Phänomen, das sich aber nicht abkürzen läßt. Man muss sich der Minimalmusik aussetzen, und das geht nicht mal so auf die Schnelle.“

 

Die Symbiose zwischen Klang und Bild bei „Das Auge hört“, zwischen Lettner und Dombert, zwischen Kunst und Kunstfreunden ging in der Kraftzentrale voll auf. Außergewöhnlich und ausdrucksstark!

 

Anlass für „Das Auge hört“ war die Fertigstellung des Albums „Dombert’s Minimal Music for Guitar Solo“, für dessen Cover Lettner eines seiner Bilder ausgesucht hatte. Da schon die Aufnahmen in den Räumen der Kraftzentrale stattgefunden hatten, lag es nahe, das gemeinsame Projekt, also das Release- Konzert und eine Ausstellung mit Lettners Malerei, ebenfalls dort auf die Beine zu stellen.

 

Text: Straubinger Tagblatt vom 18.05.2019

Video & Bilder: Max Messemer


Erstellt am 30.05.2019 von OStR Griesbeck