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Wie man wird, was man nicht ist



Ehemalige Schüler informieren über Studiengänge

 

Über 50 Absolventen der FOS/BOS Straubing folgten der Einladung und kamen zurück an ihre ehemalige Schule. Mit im Gepäck hatten sie nicht nur Informationen über ihre derzeitigen Studiengänge.

 

Trauben von Schülern stehen um die ausgehängten Referentenlisten. Es ist nicht leicht, sich angesichts des vielfältigen Angebots zu entscheiden: Industrial Design, Bildende Kunst, Tanz am Physical Theatre, verschiedene Lehramtsstudiengänge, Psychologie, Duales Studium, Jura oder doch ein Vortrag über die Ausbildung zum Fachinformatiker? Zur Wahl stehen verschiedenste Vorträge zu naturwissenschaftlichen, technischen, wirtschaftlichen, sozialen und gestalterischen Themengebieten. Philip entscheidet sich dafür, auch mal in andere Bereiche hinein zu schnuppern: „Ich will auf jeden Fall den Vortrag über Bauingenieurwesen hören, in diese Richtung will ich später mal gehen. Aber mich würde auch interessieren, was man sich unter dem dualen Studium Digital Engineering vorstellen soll. Vielleicht gehe ich auch noch in BWL – eine der Referentinnen kenne ich! Sie hat letztes Jahr Abi gemacht.“

 

Das Angebot, sich von den Ehemaligen über deren Studiengang zu informieren, nehmen die Schüler, die nun kurz vor dem Abschluss stehen, dankbar an. Auf diesem Weg kommen sie an unmittelbare, aktuelle Informationen über ihren Berufswunsch. Auch lässt es das Programm zu, mehrere Vorträge zu besuchen. Es ist für die Schüler dabei auch immer interessant zu sehen, was aus den ehemaligen Absolventen geworden ist.

 

Die Idee zu diesem Konzept hatten die Lehrkräfte des Gestalterzweigs. Markus Ramershoven beschreibt es so: „Es ist für Schüler oftmals nicht leicht, sich vorzustellen, wie es nach dem Abitur weitergeht. Dem Ziel der fachgebundenen oder allgemeinen Hochschulreife eifert man nach und will es unbedingt schaffen. Was danach kommt, ist für Viele sehr abstrakt. Uns war deshalb daran gelegen, diese Lücke zwischen bestandenem Abitur und dem zukünftigen Berufsfeld zu schließen und eine Brücke zu bauen.“ Sicherlich würden die Informationen über einzelne Studiengänge auch von Beratungslehrern und Lehrkräften bereitgestellt, räumt Organisatorin Julia Leicht ein, aber es sei der affektive, persönliche Zugang durch die ehemaligen Schüler, den wir so herstellen können. Und davon profitieren nicht nur die Abiturienten. Auch die Ehemaligen können sich beweisen und zeigen, was sie geschafft haben. Nicht zuletzt sind solche Vorträge auch für die Lehrkräfte wichtig und interessant. Sie geben einem Rückmeldung darüber, was man gut gemacht hat, aber auch, was man an der Lehre verbessern kann. Und ganz nebenbei wird der ein oder andere ein bisschen sentimental, wenn er sieht, welche Persönlichkeiten nun vor einem stehen.

 

Verfasst von StRin Julia Vogel, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit


Erstellt am 04.05.2019 von OStR Griesbeck