Aktuell
Unsere Schule
Kontakt
Anmeldung
Termine
Formulare
Stellen
Personen/Gremien
Schulleben
Fos
Bos

Schulberatung
Fachpraktikum
Projekt-Forum
Erasmus+
Medien
Schulkooperationen
Lehrerausbildung
REthink
Datenschutz
Impressum
„Zukunft lässt sich lernen“



Fünf Straubinger Schulen als Umweltschule ausgezeichnet

 

Der Landesbund für Vogelschutz und das Umweltministerium haben in der Turnhalle des Turmair-Gymnasiums 127 Schulen aus Niederbayern und der Oberpfalz als Umweltschulen ausgezeichnet. Auch fünf Schulen aus Straubing haben mit ihren Projekten überzeugt.

 

„Zukunft lässt sich lernen“, sagte Karl Barthmann, Referatsleiter am Umweltministerium in seiner Festrede. Er vertrat Minister Thorsten Glauber, der im Koalitionsausschuss in München gebunden war. Er war sich mit Oberbürgermeister Markus Pannermayr und LBV-Vorsitzendem Dr. Norbert Schäffer einig: In den ausgezeichneten Schulen werde Schülern Wissen über die Umwelt vermittelt, ein Umwelt-Gewissen gebildet und, am wichtigsten, verantwortungsbewusstes Handeln gefördert. Denn, sagte Pannermayr, man dürfe die Rettung der Welt nicht anderen überlassen, sondern selbst angreifen. Schließlich, meinte Dr. Schäffer, sei seine Generation die erste, die den Klimawandel spürt, und die letzte, die ihn noch abschwächen könne.

 

Als Umweltschulen wurden aus Straubing ausgezeichnet die Berufliche Oberschule (BOS), die Marianne-Rosenbaum-Schule sowie das Ludwigs-, das Anton-Bruckner- und das Turmair-Gymnasium.

 

BOS: Lebensmittel nicht verschwenden

 

Die Projekte an der BOS wurden zweisprachig angeboten, erklärte Andrea Bromme, Mitarbeiterin in der Schulleitung. Sie und ihr Kollege Felix Armbruster, derzeit in Elternzeit, betreuen die Umweltprojekte „Taste the Waste“, also schmeck den Abfall, und „Rethink“, also denk noch mal darüber nach. Die Schüler prüfen in Experimenten, wie aussagekräftig das Mindesthaltbarkeitsdatum ist, oder recherchieren zum Plastikmüll und dessen Vermeidung.

 

Bruckner: Ökologische Führung durch die Stadt

 

Am Bruckner-Gymnasium haben Schüler mit den Lehrerinnen Katja Gasparics und Bernadette Binder den Schulgarten gepflegt: Sie haben mit Wasserwaage, Akkubohrer und Hammer ein Gartenhäuschen gebaut und Heilkräuter, Tomaten und Erdnüsse gepflanzt. Dort lernen auch Kinder aus Ganztagsklassen, die zu Hause vielleicht keinen Garten haben, wie man Gemüse anpflanzt und woher viele Lebensmittel kommen. Bei einem Aktionstag setzten sie sich mit dem fairen Handel von Bananen oder Textilien auseinander. Und: Das Stadtmarketing bietet eine ökologische Führung durch Straubing an, erarbeitet von Schülern des Bruckner.

 

Rosenbaum: Silbergras zum Licht verhelfen

 

Bei Straubing-Sand wächst eine kleine, unscheinbare Pflanze: Silbergras, das sonst auf Sanddünen in Norddeutschland vorkommt. Seit mehr als 25 Jahren kümmern sich Schüler der Marianne-Rosenbaum-Schule darum, dass den seltenen Gast in Niederbayern genug Sonne erreicht. Sie harken, rechen und schaufeln zweimal im Jahr für das geschützte Gras. Seit drei Jahren sind auch Schüler der Flüchtlingsklasse dabei und helfen mit. Am Montag, als ihre Schule ausgezeichnet wurde, waren die Schüler seit acht Uhr morgens draußen im Dienst an der Pflanze, erzählt Lehrer Günther Gruber.

 

Turmair: Tee, Salat, Honig aus dem Schulgarten

 

Am Turmair-Gymnasium betreut Carola Pannermayr die Umweltklassen. Die Schüler ernten ihren eigenen Tee, Gemüse und Salat im Schulgarten, außerdem betreuen sie Bienenstöcke. So lernen sie, die Lebensmittel wertzuschätzen, und warum Honig so teuer ist. Beim Projekt „Zu schade für die Tonne“ haben Schüler ein eigenes Reste-Kochbuch erstellt. Aus dem Honig machen sie ihre eigenen Kerzen – und mit dem Wachs alter Kerzenstummel haben sie Kerzen in Herz-Form für den Valentinstag gegossen.

 

Luggy: Ein alter Weiher wird Stadtbiotop

 

Am Ludwigsgymnasium werten Robert Jedlitschka und Petra Heitzer seit fünf Jahren den schulnahen Weiher auf: Mit Schülern versenkten sie Weihnachtsbäume, an denen Zander und Hechte laichen können. Amphibien, Fledermäuse, Fische – in einem W-Seminar haben Schüler geprüft, welche Tiere man am Weiher ansiedeln könnte, in einem P-Seminar ging es um die Umsetzung. Außerdem pflegt die Schule ihre mehr als 30 Jahre alten Apfelbäume nahe des Weihers, die viele schmackhafte Sorten bieten.

 

Straubinger Tagblatt vom 27.11.2018

Erstellt am 01.12.2018 von OStR Griesbeck