Aktuell
Stundenpläne
Unsere Schule
Kontakt
Termine
Formulare
Stellen
Personen/Gremien
Schulleben
Fos
Bos

Schulberatung
Fachpraktikum
Projekt-Forum
Medien
Schulkooperationen
Lehrerausbildung
Erasmus+
REthink
Datenschutz
Impressum
Wenn in Sekunden die Zukunft verpufft



fpA-Schüler nehmen am P.A.R.T.Y.-Präventionsprojekt teil

 

Der klingende Projektname hat wenig mit Party zu tun. Vielmehr geht es den Verantwortlichen darum, die tragischen Konsequenzen nach einer solchen zu vermeiden: Sie wollen die Jugendlichen für die hohe Gefahr schon bei minimaler Ablenkung am Steuer durch Handys, aber auch durch Alkohol sensibilisieren (Prevent Alkohol and Risk-Related Traum in Youth). Initiator ist dabei Privatdozent Dr. Stefan Grote, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie, der mittlerweile seit rund drei Jahren die Veranstaltungen für Schulklassen organisiert.

 

Die Zielgruppe besteht vor allem aus Jugendlichen, die gerade dabei sind, den Führerschein zu machen, oder ihn vor kurzem bestanden haben. Erfahrungsgemäß ist die Wirkung des Präventionsprojekts da am größten. In der fünfstündigen Veranstaltung durchlaufen die Schüler den klassischen Weg eines Unfallopfers, das ins Klinikum eingeliefert wird: Ein Sankafahrer berichtet über Erste-Hilfe-Maßnahmen und den Transport bis zum Krankenhaus. Er ist mit der Erste, der an der Unfallstelle eintrifft und so das komplette Ausmaß der Situation miterlebt. Im Krankenhaus besuchen die Schüler den Schockraum. Hier wird das Unfallopfer genau untersucht, im schlimmsten Fall reanimiert und sofort in den OP gebracht. Beim Besuch der Normal- und Intensivstation lernen sie, wie lange der unmittelbare Genesungsprozess oftmals dauert. Tief betroffen macht die Schüler das Gespräch mit einem Unfallopfer. Sie haben oftmals mit langwierigen Folgeschäden und körperlichen Einschränkungen zu kämpfen. Viele sind auch auf Unterstützung angewiesen, können teilweise nicht mehr arbeiten und leiden darunter, dass sich der ein oder andere Freund nicht mehr sehen lässt.

 

Auch die vorgeführten Videos der Polizei, die als Projektpartner mitwirkt, sind ungeschönt und drastisch. Sie führen in aller Deutlichkeit vor Augen, welche Konsequenzen eine kleine Unaufmerksamkeit am Steuer haben kann. Wer das nicht glauben kann, darf sich in der Fahrsimulation eines Besseren belehren lassen.

 

Am Ende waren sowohl die Jugendlichen als auch die betreuende Lehrkraft, Kathrin Janackovic, voll des Lobes: „Es ist ein absolut gelungenes Projekt. Wir sind sehr dankbar, dass wir daran teilnehmen durften, zumal die Veranstaltung nur einmal monatlich für je eine Klasse durchgeführt wird. Man hat sofort gemerkt: Hier nimmt man sich Zeit für uns, was ich keineswegs selbstverständlich angesichts des stressigen Klinikalltags finde!“

 

Das sieht übrigens auch das Verkehrsministerium so: Innenminister Joachim Herrmann überreichte dem Ärzteteam des Straubinger Klinikums im vergangenen September den Bayerischen Verkehrssicherheitspreis. Eine Ausweitung des Programms auf andere Landkreiskrankenhäuser ist in Planung.

 

Verfasst von StRin Julia Vogel, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit


Erstellt am 11.11.2019 von OStR Griesbeck