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Es darf nie Gras darüber wachsen!



 

BOS-Klasse der Beruflichen Oberschule Straubing gewinnt Sonderpreis beim Landeswettbewerb

 

 

 

Unter dem Titel „Es darf nie Gras darüber wachsen!“ arbeiteten die Schülerinnen und Schüler der B12T die Todesmärsche von 1945 rund um Straubing auf und reichten ihre Projektarbeit beim Schülerlandeswettbewerb „Erinnerungszeichen“ zum Thema „Auf den Spuren jüdischen Lebens in Bayern“ ein. Ausschlaggebender Punkt für die Projektidee war dabei die gemeinsame Erkenntnis, wie wenig Wissen noch über die grausame Räumung der Konzentrations- und Außenlager zu Kriegsende vorhanden ist. Um eine Befreiung der Häftlinge durch die vorrückenden Alliierten zu vermeiden, wurden die Gefangenen auch in der Straubinger Region auf tage- und wochenlange Gewaltmärsche mitten durch zahlreiche Dörfer und Städte der Region getrieben. Und daran setzte Geschichtslehrerin Marion Kaiser mit ihrer Klasse an: Als Projektprodukt entstand ein Wikipedia-Artikel, vorwiegend, um möglichst viele Menschen zu erreichen und die Informationen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In Ergänzung dazu wurden zudem Google-Maps-Einträge über die genaue Route der Todesmärsche erstellt. Hier bestätigte sich letztlich der erste Eindruck für die jungen Erwachsenen, dass vieles in der näheren Umgebung von Straubing zu den Todesmärschen in Vergessenheit geraten ist oder verdrängt wurde. Das wiederum motivierte die Lerngruppe umso mehr, das Projekt voranzutreiben und auch fachwissenschaftlich zu untersuchen. Was laut Kaiser auch zum Erfolg des Projekts beigetragen habe, sei der Bezug zur eigenen Lebenswelt, den die Schülerinnen und Schüler herstellen konnten. „Es ist besonders wichtig, Geschichte erfahrbar zu machen. Das gelingt mit heimatbezogenen Themen und Projekten besonders gut! Und uns freut es sehr, dass das die Jury auch so gesehen hat“, bestätigt sie. Die feierliche Preisverleihung im Bayerischen Landtag (s. Foto) erfolgte durch den Schirmherrn des Wettbewerbs, Kultusminister Michael Piazolo, und dem Antisemitismusbeauftragten Ludwig Spaenle. Als Vertreterin der Klasse in München fühlt sich Simone Kautnick nicht nur persönlich geehrt, sondern ist auch dankbar, dass ihr Anliegen Gehör findet: „Das Thema war unserer Klasse sehr wichtig, da wir der Meinung sind, dass ein so großer und grausamer Teil unserer Geschichte nicht vergessen werden darf.“

 

OStRin Julia Vogl