
Samstag (Florian Griesbeck)
Am frühen Samstagmorgen trafen sich sechs Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Straubing gemeinsam mit Herrn Reinauer und Herrn Griesbeck am Straubinger Bahnhof. Voller Vorfreude und mit leichtem Bauchkribbeln im Gepäck begann die Reise in Richtung Tschechien.
Die insgesamt achtstündige Fahrt verlief abwechslungsreich und kurzweilig. Nach Umstiegen in Regensburg und Prag führte die Reise durch die malerische Landschaft Böhmens und Mährens. Die Zeit im Zug wurde genutzt, um miteinander zu plaudern, Spiele zu spielen oder in mitgebrachten Büchern zu schmökern.
Am Nachmittag erreichte die Gruppe planmäßig den Bahnhof in Hulín. Dort wurden die Schülerinnen und Schüler herzlich von ihren Gastfamilien empfangen. Den restlichen Abend verbrachten sie in ihren neuen tschechischen „Zuhause auf Zeit“ und sammelten erste Eindrücke vom Leben in Ost-Tschechien.


Sonntag (Lukas Graef)
Nach der ersten erholsamen Nacht bei der Gastfamilie ging es schon am Sonntag, dem 25.05.2025, mit dem Programm los. Auf dem Plan stand die Sprachanimation von TANDEM. Zwei Stunden lang kamen wir der tschechischen Sprache näher, indem wir sprachbezogene Spiele gespielt haben. Zum einen durften wir auf Deutsch wie auch auf Tschechisch drei Dinge über eine beliebige Sache aufschreiben – zum Beispiel, was wir mögen und was nicht, oder etwas über unsere Hobbys und Interessen.
Außerdem saßen wir in einem Stuhlkreis und durften uns mit den tschechischen Austauschpartnern mehrmals für drei Minuten auf Deutsch unterhalten, was ihnen zugutekam, da sie selbst Deutsch als Schulfach haben. In der Pause und auch danach konnten wir uns an einem leckeren Buffet bedienen. Nach dieser Sprachanimation sind wir Schüler gemeinsam mit den tschechischen Austauschpartnern und -partnerinnen noch in der Stadt Kroměříž spazieren gegangen und haben im Anschluss ein Restaurant besucht. Dort haben wir uns eine Pizza bestellt und uns unterhalten.



Montag (Eva Regensberger)
Heute war ein spannender Tag! Am Morgen wurden wir von der Schulleitung herzlich begrüßt – eine nette Geste, die gleich für gute Stimmung sorgte.
Danach ging es zur Firma TON in Bystřice pod Hostýnem. Dort haben wir gesehen, wie aus Holz mit viel Handarbeit und Dampf elegante Bugholzmöbel entstehen. Ich fand es faszinierend, wie traditionell dort noch gearbeitet wird.
Zurück an der Schule aßen wir in der Mensa zu Mittag – das Essen war überraschend gut, und wir konnten uns mit den tschechischen Schülern austauschen. Am Nachmittag bekamen eine Schulführung und nahmen am Unterricht teil. Gemeinsam mit den tschechischen Schülern programmierten wir kleine Websites. Es war interessant und hat echt Spaß gemacht!


Dienstag (Daniela Dorfner)
Der Tag startete mit dem Praktikum in der Firma Chropynska in Chropyne. Dort werden verschiedene Produkte und Fertigteile für die Automobilindustrie gebaut. Zuerst bekam ich eine interessante Führung durch die Produktionshallen und das angrenzende Lager. Danach wurde ich dem Verwaltungsbereich zugeteilt. Ich selbst durfte hierbei auch verschiedene Arbeiten erledigen. Unter anderem sortierte ich Rechnungen anhand einer Nummer ein. Des Weiteren durfte ich Werbegeschenke wie zum Beispiel Kugelschreiber, Trinkflaschen oder Schreibblöcke begutachten und entsprechenden Marketingmaßnahmen zuteilen.
Am frühen Nachmittag traf sich dann die ganze Gruppe im Park, um von dort aus mit einem elektrischen Kleinbus die Stadt Kroměříž zu erkunden. Über ein Audiosystem wurden uns während der Fahrt interessante Fakten über die Sehenswürdigkeiten und Geschichte der Stadt erklärt. Diese hatte einige schöne und sehenswerte Gebäude und war tatsächlich größer als erwartet, weswegen ich froh war, dass uns die Busse das Gehen ersparten.
Nach der Fahrt ging ich mit meiner Austauschschülerin zum Eis essen, was im Vergleich zu Deutschland günstig war. Am Abend kamen wir alle zu einem gemeinsamen Treffen im Garten meiner Austauschschülerin zusammen. Wir verbrachten einen entspannten Abend und spielten Werwolf, Tischtennis oder auch Darts. Insgesamt gesehen war es nicht nur ein informativer, sondern auch ein sehr geselliger und lustiger Tag.


Mittwoch (Lisa Häusler)
Am Mittwochmorgen starteten wir um acht Uhr mit unserem Praktikum, welches bis zwölf Uhr andauerte. An diesem Tag wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die tschechischen Schüler haben auf verschiedenen Onlineportalen wie LinkedIn nach potenziellen neuen Kunden für die Firma „Pilana“ gesucht, wir deutschen Schüler haben die Dokumente für Auftragsabwicklungen in Akten abgeheftet, diese beschriftet und danach in Ordner numerisch einsortiert.
Nach unserer Mittagspause haben wir uns um zwei Uhr bei dem Erzbischöflichen Schloss in Kromeriz getroffen. Dort haben wir zuerst eine Führung durch verschiedene Räume des Schlosses erhalten. Danach durften wir mit Audioguides ausgestattet selbstständig die Galerie im dritten Stock besichtigen. Zum Abschluss haben wir uns auf den Turm des Chateaus gewagt und von dort oben die Aussicht genossen.
Ein Großteil der Schüler ist anschließend noch durch den Garten des Chateaus spaziert, bevor sich jeder wieder auf den Weg nach Hause gemacht hat.



Donnerstag (Andela Sabolovic)
Am Donnerstag, den 29.05., stand für uns ein besonders abwechslungsreicher Tag auf dem Programm. Am Vormittag durften wir von 8 bis 12 Uhr ein Praktikum bei der Firma Pilana absolvieren. Dort wurden wir freundlich empfangen und erhielten zunächst eine kurze Einführung in die Arbeitsabläufe des Unternehmens. Unsere Hauptaufgabe bestand darin, Ausgangsrechnungen zu sortieren und zu ordnen. Auch wenn es sich dabei um eine eher ruhige Tätigkeit handelte, war es interessant, einen Einblick in die Büroarbeit eines internationalen Unternehmens zu bekommen.
Am Nachmittag ging es dann kulturell weiter: Zwischen 14 und 16 Uhr besichtigten wir den erzbischöflichen Blumengarten in Kroměříž. Der Garten war wunderschön – mit seiner barocken Gestaltung, den gepflegten Blumenbeeten und kunstvollen Hecken ein echtes Highlight. Besonders beeindruckt haben mich die symmetrischen Wege und die farbenfrohe Vielfalt der Blumen. Wir hatten genug Zeit, durch die Anlage zu spazieren, Fotos zu machen und einfach die Ruhe und Schönheit des Ortes zu genießen.



Freitag (Maya Abou Arlish)
Der Tag begann mit einem spannenden Besuch im Freilichtmuseum Modrá u Velehradu. Gemeinsam mit unserer Gruppe wurden wir dort von einem fachkundigen Führer begleitet, der uns mit vielen interessanten Informationen zur Geschichte des Ortes und zur Lebensweise früherer Zeiten versorgte. Anschließend besichtigten wir das benachbarte Archäologische Freilichtdorf Modrá. Dort hatten wir die Gelegenheit, das Gelände in Ruhe zu erkunden und einen Eindruck davon zu gewinnen, wie das tägliche Leben der damaligen Bevölkerung ausgesehen haben könnte.
Im Anschluss daran stand ein Besuch im Dom von Velehrad auf dem Programm, einem bedeutenden spirituellen und architektonischen Ort. Nach diesem kulturell bereichernden Vormittag genossen wir ein gemeinsames Mittagessen, bei dem wir die Gelegenheit hatten, uns mit den anderen auszutauschen. Danach unternahmen wir mit der ganzen Gruppe einen Spaziergang durch die Stadt. Am frühen Abend trafen wir uns zum Bowlingabend, bei dem uns wieder leckere Snacks zur Verfügung gestellt wurden. In lockerer und fröhlicher Runde spielten wir gemeinsam Bowling. Nach diesem aktiven Ausklang fuhren wir schließlich zurück nach Hause.



Samstag (Jonas Reinauer)
Nach einer ereignisreichen und erlebnisvollen Woche in Tschechien traten wir am Abreisetag mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an. Genau wie bei der Hinfahrt verlief auch die Rückfahrt nach Straubing harmonisch und reibungslos.
Wir verabschiedeten uns herzlich von unseren Gastfamilien, die uns in den vergangenen Tagen so offen aufgenommen hatten. Mit einem letzten Blick auf Hulín und die Umgebung stiegen wir in den Zug – der erste Abschnitt der rund achtstündigen Rückreise begann.
Auch diesmal war die Fahrt kurzweilig: Wir plauderten, spielten Karten und ließen die Woche noch einmal Revue passieren. Die Umstiege in Prag und Regensburg klappten problemlos, und wieder konnten wir die schöne Landschaft Böhmens und Mährens aus dem Zugfenster genießen.
Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich wohlbehalten den Bahnhof in Straubing – ein gelungener Abschluss eines rundum gelungenen Austauschs.




Vielen Dank an dieser Stelle auch an unsere Förderer und Sponsoren, die diese Aktion als solche erst möglich gemacht haben