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„Machen Sie das, was Sie interessiert“



Wissenschaftstag des beruflichen TUM-Schulclusters mit vielen praktischen Informationen

 

Der berufliche TUM-Schulcluster – ein Netzwerk aus beruflichen Schulen, regionalen Wirtschaftsunternehmen und dem Wissenschaftszentrum Straubing – hatte am Donnerstagvormittag 200 Schüler von beruflichen Schulen in Straubing, Regensburg, Landshut, Deggendorf und Passau zum sechsten Wissenschaftstag eingeladen. Hochkarätige Referenten der Technischen Universität München (TUM) informierten die Schüler, die nächstes Jahr ihr Fachabitur ablegen werden, über Inhalte, Chancen und Zukunftsperspektiven in Straubing. An den Infoständen der beteiligten Firmen konnten die Schüler im persönlichen Gespräch Kontakte zu möglichen Arbeitgebern knüpfen.

 

Mit dem Wissenschaftstag solle den Jugendlichen der beruflichen Schulen gezeigt werden, was sie in Anschluss an die Schule erwartet, sagte Klaus Vietze, Ministerialbeauftragter für Fach- und Berufsoberschulen in Ostbayern. Sowohl die Möglichkeiten einer beruflichen Ausbildung, als auch die Wege an eine Hochschule sollen aufgezeigt werden. Er forderte die Schüler auf, sich für eine fundierte Entscheidung gründlich zu informieren. Das Thema Nachwachsende Rohstoffe biete den jungen Menschen die Chance, aktiv an der Gestaltung der Zukunft mitzuwirken.

 

Es sei gut, wenn sich Wissenschaft und Wirtschaft noch stärker vernetzen, sagte Oberbürgermeister Markus Pannermayr. Von dieser Zusammenarbeit würden alle profitieren. Im Bereich des Wissenschaftszentrums Straubing würden nicht nur die historischen Wurzeln der Stadt liegen, sondern hier sei auch die Zukunft der Region der Nachwachsenden Rohstoffe auf Ausbau programmiert.

 

 

 
Geothermie: intelligente Nutzung von Energie

Über die enormen Potenziale von Geothermie in ihren unterschiedlichen Formen informierte Prof. Simone Walker-Hertkorn von der TU München. Eine zentrale Frage des 21. Jahrhunderts sei, wie Energie in ausreichender Menge gleichzeitig klimaschonend, ressourcenschonend und ökonomisch sinnvoll produziert werden könne. Geothermie sei Teil dieser Antwort. Deutschland liege zwar nicht in einer geothermisch besonders aktiven Zone, biete aber trotzdem großes Erschließungspotenzial für geothermische Nutzungsformen. Das komplexe Zusammenspiel verschiedener Disziplinen mache dieses Forschungsfeld besonders interessant und zukunftsträchtig, warb Prof. Simone Walker-Hertkorn.

 

Andrea Kick von der Studienberatung der TU München informierte die Schüler über die vier Studienstandorte der TUM, ihre 14 Fakultäten mit 160 verschiedenen Studiengängen und rund 39 000 Studierenden. Rund 7 000 Bachelor-Studiengänge stünden in Deutschland zur Verfügung. An den Bachelor-Studiengang Maschinenbau könnten sich 20 Master-Studiengänge anschließen. Der Blick auf den detaillierten Stundenplan jedes Studiengangs verrate, welche Fächer dort welche Rolle spielen.

 

Andrea Kick erläuterte auch den Weg, wie man sich für seinen Wunschstudiengang bewirbt, wie das Eignungsfeststellungs-Verfahren abläuft, was die TU München für ihre Studenten neben Hörsaal und Bibliothek noch so alles bietet und was der Spaß durchschnittlich kostet: 1 006 Euro im Monat, laut einer Erhebung des Deutschen Studentenwerks.

 

 
Die Verantwortlichen des TUM-Schulclusters mit Ehrengästen und Referenten.
Plastikmüll vermeiden: jeder kann mitmachen

Mit großer Leidenschaft forderte Prof. Cordt Zollfrank vom Wissenschaftszentrum seine Zuhörer auf, einen persönlichen Beitrag für die Wende im Kunststoffzeitalter „Plastozän“ zu leisten. Jährlich würden weltweit rund 350 Millionen Tonnen Kunststoff produziert, die über kurz oder lang im Müll landen. Nicht abbaubare Kunststoffe würden in der Umwelt nicht verrotten, sich anreichern und zu immer größeren Problemen führen. Weil die fossilen Rohstoffe endlich sind, sei der Einsatz von abbaubaren Biokunststoffen wichtig. Es müsse verhindert werden, dass die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll weiter zunimmt und die Erde durch Mikroplastik ihre Fruchtbarkeit verliert. Jeder könne seien persönlichen Beitrag leisten und auf die Verwendung von Plastik in seinem alltäglichen Leben verzichten oder konventionelle Kunststoffe durch Biokunststoffe oder Naturstoffe ersetzen.

 

Dr.-Ing. Norbert Fröhlich, Geschäftsführer des Wissenschaftszentrums, informierte die Schüler über den weiteren Ausbau des Hochschulstandorts Straubing. Für die schwierige Studienwahl hatte er ganz praktische Tipps parat: „Machen Sie das, was Sie interessiert, denn das packen Sie dann auch.“ Für das vorher anstehende Abitur sollten sich die Schüler richtig reinhängen, weil die Abiturnote viele Wege öffnen könne. Wer im Studium mit guten Noten zeige, was er kann, dem stünden bei der Berufswahl alle Wege offen.

 

Dr. Jochen Schmid von der TU München zeigte in seinem Vortrag, wie aus nachwachsenden Rohstoffen chemische Produkte werden.

 

In kleinen Gruppen wurden die Schüler über den Campus geführt und konnten sich an den Infoständen der Clustermitglieder informieren. Ein Mittagessen in der Mensa und eine Gesprächsrunde mit Studenten des Wissenschaftszentrums rundeten den Tag ab.

 

Straubinger Tagblatt vom 14.10.2016


Erstellt am 14.10.2016 von StR Griesbeck